Immunsystem
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Produktion von Corallopyronin A klinischen Prüfmustern – Lieferung eines formulierten Prüfpräparates

Institution: Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie, Universitätsklinikum Bonn
Hauptantragsteller: Prof. Dr. Achim Hoerauf
Förderlinie:
Translatorik
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Projektpartner:

Prof. Dr. Karl Wagner (Institut für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Prof. Dr. Marc Stadler (Abteilung für mikrobielle Wirkstoffe, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig)
 

Projektvorstellung:

Weltweit leiden in tropischen und subtropischen Regionen der Erde rund 72 Millionen Menschen an Filariosen. Die Flußblindheit oder lymphatische Filariose wird dabei von Würmern verursacht, die durch Mücken übertragen werden. In der Bekämpfung der Erkrankung setzen Wissenschaftler aus Bonn und Braunschweig auf den Naturstoff Corallopyronin A (CorA). CorA wirkt als Antibiotikum und hemmt dabei die bakterielle RNA-Polymerase von Bakterien, einschließlich der essentiellen Wolbachia-Endosymbionten der Würmer. Durch Abtöten der Wolbachien stirbt letztendlich auch der Wurm. Darüber hinaus ist CorA aktiv gegenüber verschiedenen anderen Keimen und könnte ebenfalls bei Chlamydien- und Gonokkoken-Infektionen sowie multiresistenter Staphylococcus aureus-Infektionen eingesetzt werden. Somit ist CorA ein Antibiotika-Kandidat, der gegen mehrere Krankheitserreger eingesetzt werden könnte, für die in der WHO-Liste priorisiert nach zusätzlichen Antibiotika gesucht wird.
 
Das Konsortium um Prof. Dr Achim Hoerauf entwickelt CorA mit dem Ziel, eine Produktzulassung in einer oder mehreren der oben genannten Indikationen zu erhalten. Dafür soll als Zwischenziel eine klinische Phase-I-Studie durchgeführt werden. Zu diesem Zweck hat die Arbeitsgruppe um Prof. Karl Wagner orale Formulierungen entwickelt, die im Vergleich zur Rohsubstanz eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit und Stabilität aufweisen. Damit CorA als Kapsel wirksam ist, bedarf es der Einbettung in essbare Polymere, die die Löslichkeit verbessern. Derzeit wird CorA als Forschungsmaterial in einer Reinheit von 90–95 % mit einem Fermentations- und Reinigungsprozess hergestellt, der im Biotechnikum am HZI von Prof. Marc Stadler etabliert wurde. Momentan verpflichtet das Team einen Lohnhersteller zur Produktion des pharmazeutischen Wirkstoffes (API) unter GMP-Bedingungen, um die präklinischen GLP-Studien durchzuführen und Substanz für die Herstellung des Prüfpräparats für die klinischen Phase-I-Studie zu erhalten. Die Förderung durch die ForTra ermöglicht der Gruppe die zertifizierte Herstellung der Kapseln, die für die klinische Erprobung notwendig sind.

Weitere Informationen hier und über diese Website.

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