GMP-Produktion eines virus-freien Gentransfervektors für ROR1-spezifische CAR-T-Zellen und die Immuntherapie von ROR1+-Tumoren
Projektpartner:
Prof. Dr. med. Ulrike Köhl, Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) Leipzig
Prof. Dr. med. Hermann Einsele. Medizinische Klinik und Poliklinik II, Universitätsklinikum Würzburg
Projektvorstellung:
Univ.-Prof. Dr. Hudecek und sein Team arbeiten an einer innovativen Behandlungsmöglichkeit von Krebserkrankungen, der sogenannten ROR1-CAR-T-Zelltherapie. Diese hat das Potenzial, auch solide Tumorformen zu erkennen und gezielt zu bekämpfen, was mit bisherigen CAR-T-Zelltherapien nicht möglich ist.
Mit Unterstützung der ForTra gGmbH ist es dem Würzburger Team möglich, spezielles Genmaterial herstellen zu lassen, welches folgend für die Produktion des ROR1-CAR-T-Zellprodukts verwendet wird. Dieses Material, genauer ein DNA-Vektor, trägt unteranderem die genetische Information, die den Gentransfer in T-Zellen ermöglicht und somit für die Herstellung von ROR1-CAR-T-Zellen essentiell ist. Der Vektor kann in größerer Menge in kurzer Zeit hergestellt werden, wodurch, im Vergleich zu herkömmlichen viralen Vektoren, die Sicherheit sowie Skalierbarkeit von CAR-T-Zellprodukten erheblich gesteigert werden kann und somit die Zugänglichkeit für Patienten zu dieser innovativen Behandlungsmöglichkeit erleichtert werden soll.
In einem nächsten Schritt soll in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) die Herstellung der ROR1-CAR-T-Zellen unter GMP-Bedingungen ermöglicht werden. Durch diese Kooperation soll unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards die bestmögliche Qualität und Wirksamkeit des Zellprodukts erreicht werden.
Das endgültige Zellprodukt wird im Rahmen der klinischen Studie LION-1 eingehend untersucht, um die Wirksamkeit und Sicherheit der ROR1-CAR-T-Zelltherapie bei verschiedenen Krebsarten zu bestätigen. Vorgesehen ist die Durchführung der klinischen Studie in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), das sich für die Förderung von bahnbrechenden Forschungen im Bereich der Krebstherapie einsetzt. In die Studie werden Patienten mit verschiedenen Krebsarten aufgenommen, darunter Brustkrebs, Eierstockkrebs, Nebennierenrindenkrebs, Schilddrüsenkrebs, chronische lymphatische Leukämie und Mantelzelllymphom. Das Ziel ist es, einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung von Krebspatienten zu erzielen und ihnen eine vielversprechende neue Therapiemöglichkeit zu bieten. Die ROR1-CAR-T-Zelltherapie besitzt das Potenzial, das Leben vieler Patienten positiv zu beeinflussen.
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