Zusammenhang der pränatalen Diagnose eines angeborenen Herzfehlers mit der weiteren Schwangerschaft und emotionalen Belastung der werdenden Mutter

Der Herzultraschall des ungeborenen Kindes ist ein etabliertes Verfahren zur frühen Diagnose eines angeborenen Herzfehlers (AHF). Hierdurch wird den Eltern eine frühzeitige, umfassende Beratung hinsichtlich des weiteren Schwangerschaftsverlaufes und Prognose ihres ungeborenen Kindes mit AHF ermöglicht. Die Diagnose eines AHF kann eine erhebliche emotionale Belastung für die Mutter bedeuten und mitunter auch das ungeborene Kind beeinflussen: Es kann zu verzögertem Wachstum und Durchblutungsstörungen im Mutterleib sowie Frühgeburtlichkeit kommen.

PRO*BPD: Effectiveness of outpatient treatment PROgrams for Borderline Personality Disorder: A comparison of Schema Therapy and Dialectical Behavior Therapy

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine schwer beeinträchtigende psychische Erkrankung. In der PRO*BPD-Studie werden erstmals Dialektisch-Behaviorale Therapie und Schematherapie, die beiden am besten untersuchten verhaltenstherapeutischen Methoden zur Behandlung der BPS, miteinander verglichen. Hierzu werden Daten zur klinischen Effektivität (u.a.

Die Rolle zentraler Insulinresistenz bei der Entstehung depressiver Symptome

Diabetes und Depressionen treten häufig gemeinsam auf und sind weltweit die führenden Ursachen von Behinderungen. Wie diese beiden Erkrankungen jedoch mechanistisch zusammenhängen, ist bislang unklar. In dieser Studie untersuchen wir mittels Gehirn-Bildgebung, Verhaltensexperimenten und Blutuntersuchungen, ob das verminderte Ansprechen auf das Stoffwechselhormon Insulin und chronische Entzündungsprozesse zu Veränderungen im Gehirn führen und zur Entstehung depressiver Symptome beitragen.

Identifizierung der morpho-molekularen Heterogenität und der Resistenzmechanismen in Gliosarkomen

Ergänzung zum Bild:
H&E-Färbung einer Gliosarkom-Probe (a) und korrespondierende räumliche Genexpression (b).Visualisierung der differenziell exprimierten Gene mittels UMAP basierend auf den „spatial transcriptomics-Daten“, die die zehn spezifischen Cluster innerhalb der Probe hervorhebt (c).

Der Einfluss extrazellulärer Vesikel in Speichel auf das Transkriptom der Geschmackszelle und das Essverhalten bei Adipositas

Speichel sorgt für eine gute Verteilung der Geschmacksstoffe auf der Zunge. Auch finden sich im Speichel kleinste Partikel, die extrazellulären Vesikel, die von nahezu allen Zellen des Körpers abgegeben werden. Sie dienen dem Informationsaustausch der Organe in dem sie unter anderem, kleine Moleküle, die microRNAs enthalten. In diesem Projekt soll untersucht werden, ob sich Veränderungen in Art und Zusammensetzung der Speichel Vesikel in Relation zum Körpergewicht verändert. Die Auswirkungen der vesikulären microRNAs auf die Funktion von Geschmackszellen werden in Zellkulturen untersucht.

Charakterisierung von Vorhofflimmern nach der aortokoronaren Bypass Operation

Die eigentliche Häufigkeit der Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern nach der aortokoronaren Bypass Operation ist unklar. Vorhofflimmern erhöht das Risiko der betroffenen Patienten für einen Schlaganfall und auch für einen früheren Tod. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie viele Patienten diese Herzrhythmusstörung entwickeln, wann sie auftritt und wie lang sie andauert. In dieser Studie werden zum Zeitpunkt der Operation Herzmonitore implantiert, um den Herzrhythmus kontinuierlich zu überwachen.

Analyse von zirkulierender freier Tumor-DNA zur zielgerichteten Therapieplanung bei Patienten mit Kopf- und Halskarzinomen

Trotz verbesserter Behandlungsmöglichkeiten entwickeln viele Patientinnen und Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren (HNSCC) Rezidive. Für den weiteren Therapieerfolg ist der Lymphknotenbefall ein wichtiger Faktor und die korrekte Klassifizierung des Lymphknotenstatus entscheidend.

Unterstützung der CAR-T-Zell-Therapie mit immunstimulierenden Substanzen

Chimäre Antigenrezeptoren (CARs) sind synthetische Antigenrezeptoren, mit denen T-Zellen gezielt Krebszellen eliminieren können. CD19-spezifische CAR-T-Zellen konnten bei einigen austherapierten Patientinnen und Patienten mit Lymphdrüsenkrebs komplette Remissionen induzieren. Problematisch ist jedoch, dass bei dem Großteil der metastasierten Tumorerkrankungen (Bauchspeicheldrüse, Darm etc.) die derzeit verfügbaren CAR-T-Zellprodukte nicht wirken.

Funktionelle Bedeutung der redox-abhängigen Aktivierung der PKGIα bei Schmerz und Juckreiz

Aktuelle Studien haben gezeigt, dass reaktive Sauerstoffspezies (ROS) an der Verarbeitung von Schmerz und Juckreiz beteiligt sind. Ein wichtiges Zielmolekül von ROS im schmerzverarbeitenden System ist das Enzym cGMP-abhängige Proteinkinase Iα (PKGIα). In diesem Forschungsprojekt möchten wir die funktionelle Relevanz der ROS-abhängigen Aktivierung der PKGIα bei der Verarbeitung von Schmerz und Juckreiz näher untersuchen.

Überwindung dysfunktionaler Immunantworten bei chronischer HPV/HIV-Infektion: ein Weg zur Heilung

HIV-infizierte Patientinnen und Patienten haben ein stark erhöhtes Risiko, HPV*-assoziierte Erkrankungen wie Anal,- oder Gebärmutterhalskrebs zu bekommen. Vermutlich liegt dies an einer dysregulierten virus-spezifischen Immunanwort, welche trotz antiretroviraler Therapie, die das Vermehren der Viren im Körper unterdrückt, weiterbesteht. Im Vergleich zur Normalbevölkerung führt dies zu einer hohen Persistenz der HPV-Infektionen in HIV-infizierten Individuen.