Endotheliale angiokrine Signale als treibende Kraft der kardialen Alterung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigsten Todesursachen in der Europäischen Union und das Altern ist einer ihrer Hauptrisikofaktoren. Die Alterung führt zu einer fortschreitenden Verschlechterung der kardialen Strukturen und Funktionen. Die Hypothese dieses Projekts ist, dass das koronare Endothel als molekulare Signaldrehscheibe fungiert, die die im Herzen entstehenden Alterungssignale integriert.

IMPACTAVI – Verbesserung der Beurteilbarkeit des Schweregrads einer koronaren Herzerkrankung mit NIRS-IVUS bei Patientinnen und Patienten mit kathetergestützter Aortenklappenimplantation

Patientinnen und Patienten mit hochgradiger Aortenklappenstenose (Herzklappenfehler) leiden oft an einer begleitenden koronaren Herzerkrankung. Aufgrund überlappender Symptome, ist es für den behandelnden Arzt schwierig zu differenzieren, ob die Erkrankten von der zusätzlichen Behandlung von Koronarengstellen profitieren. Die IMPACTTAVI-Studie befasst sich mit der Identifizierung von „relevanten“ Koronarstenosen mit der neuen intravaskulären NIRS-IVUS Bildgebung, die unabhängig vom Vorliegen einer Aortenklappenstenose eingesetzt werden kann.

Multizentrische Studie zur Deep-Learning-basierten Prädiktion des MGMT-Gen Promotor Methylierungsstatus aus digitalisierten Schnittpräparaten beim IDH-Wildtyp-Glioblastom

Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass in histologischen Schnittpräparaten weitaus mehr Informationen verankert sind als bislang mit herkömmlichen Methoden zu ermitteln möglich war. Mit dem Else Kröner Memorial Stipendium soll die Durchführung eines multizentrischen europaweiten Projektes unterstützt werden mit dem Ziel, ein Deep-Learning-Modell zu entwickeln, das mithilfe künstlicher Intelligenz die vollautomatisierte Voraussage des MGMT-Gen Promotor Methylierungsstatus aus digitalisierten H&E-Schnittpräparaten bei Glioblastompatientinnen und -patienten ermöglichen soll.

Ausschüttung und Signatur podozytenspezifischer Extrazellularvesikel bei der membranösen Nephropathie

Die Zellen des Körpers kommunizieren nicht nur über Nervenimpulse und Botenstoffe, sondern auch durch Extrazellularvesikel (EVs), mikroskopisch kleine membranumhüllte Sphären, die von quasi allen Zellen ausgeschüttet werden. Die Membranöse Glomerulonephritis (MGN) stellt eine der häufigsten Nierenerkrankungen dar, welche zum Eiweißverlust im Urin und Dialysepflichtigkeit führen kann. Sie beruht auf der Schädigung von Podozyten, essenziellen Zellen der Nierenfilter.

Multiskalige Analyse von knochenqualitativen Veränderungen im menschlichen subchondralen Knochen als Grundlage für die Pathogenese der Arthrose

Während der Verschleiß des Gelenkknorpels das Hauptmerkmal der Arthrose darstellt, beeinflussen komplexe Mechanismen die Entstehung und den Verlauf. Eine besondere Rolle wird diesbezüglich dem Knochen unterhalb des Knorpels, dem sog. subchondralen Knochen, zugeschrieben. Wir führen eine umfassende bildgebende und biomechanische Analyse des subchondralen Knochens von humanen Proben mit unterschiedlichen Arthrose-Schweregraden durch.

Die Bedeutung des Tubulin-folding cofactor E (TBCE) für die vaskuläre Homöostase und Inflammation

Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und Fettstoffwechselstörungen sind Risikofaktoren für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen, die mit den Spätkomplikationen Herzinfarkt und Schlaganfall die Hauptursache für Morbidität und Mortalität weltweit sind. Hierbei stellt die Gefäßdysfunktion einen frühen und entscheidenden Schritt in der Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen dar, die mit aktuellen Therapien nicht ausreichend erreicht wird.

Timing und Induktion der antitumoralen Immunantwort während der Entwicklung von muskelinvasiven urothelialen Harnblasenkarzinomen (MIBC)

Therapiestrategien gegen Krebs, die das körpereigene Immunsystem aktivieren und somit Krebszellen abtöten können, werden seit geraumer Zeit erfolgreich an Patienten mit Harnblasenkrebs eingesetzt. Vorherzusagen, welche Patienten tatsächlich von dieser Therapieart profitieren, ist allerdings nur eingeschränkt möglich. Frühere Studien zeigten, dass neuartige Gewebsmarker, darunter Entzündungsmarker und virale Elemente, die bereits seit Jahrtausenden im menschlichen Erbgut integriert sind (sog. endogene Retroviren), Erfolge von Immuntherapien vorhersagen können.

Doktorarbeit in der medizinischen Forschung für Forschende der Naturwissenschaften

Bad Homburg v.d. Höhe, 08. Dezember 2021 – Für die Verbesserung der medizinischen Forschung ist es erforderlich, dass auch Forschende der Naturwissenschaften – sogenannte Medical Scientists – patientenorientierte Fragestellungen bearbeiten. Berufliche Perspektiven sind jedoch selten klar definiert und es fehlt an systematischen Fort- und Weiterbildungsprogrammen. Hier setzt die neue Förderlinie der EKFS an.

Vergabe der Else Kröner Medical Scientist Kollegs 2021

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt mit ihrer neuen Förderlinie für Medical Scientists die Medizinischen Fakultäten und Hochschulklinika im Rahmen von wissenschaftlichen Kollegs, um junge hochtalentierte Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler im medizinischen Bereich zu fördern. Nachdem die Standorte Essen und Münster im September den Zuschlag für ihre Postdocs-Kollegs erhielten, folgte im November die Entscheidung über das Kolleg für Promovierende am Standort Tübingen.

 

Interview mit Prof. Dr. Berthold Koletzko

Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Berthold Koletzko ist einer der renommiertesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Forscher auf dem Gebiet der Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin. Seit fast drei Jahrzehnten hat er als Extraordinarius für Kinder- und Jugendmedizin die Abteilung Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München geleitet. Im Oktober 2020 trat Prof. Dr. Berthold Koletzko die neu eingerichtete Else Kröner Seniorprofessur an der LMU München an.