Vergabe der Else Kröner Medical Scientist Kollegs

In diesem Jahr wurden drei Kollegs ausgewählt, die diese Brücke zwischen Naturwissenschaften und Medizin schlagen und über einen Zeitraum von vier Jahren mit jeweils einer Million Euro gefördert werden. Während die neuen Kollegs in Hannover und Mainz in der Postdoc-Phase ansetzen, richtet sich das Dresdner Kolleg an Promovierende.

Hannover

Titel: „nextGENERATION: ReGENERAte Organ FunctION"

Bekanntgabe der Else Kröner Exzellenzstipendien

Die EKFS vergibt neun Else Kröner Exzellenzstipendien für herausragende in Forschung und Klinik tätige Ärztinnen und Ärzte. Im Rahmen einer zweijährigen Freistellung von klinischen Aufgaben erhalten sie die Möglichkeit, ein besonders erfolgversprechendes und profilbildendes Forschungsvorhaben signifikant weiterzubringen. Die Förderung ist in Höhe von jeweils 330.000 Euro dotiert.

Anwendung von humanen in vitro aus MLL-ENL+ monozytären Blutvorläuferzellen generierten Phagozyten

Neue Immunzelltherapien sind von großem Interesse für die Behandlung von Immunzelldefekten und gegen die Abwehr von Tumorzellen. In Vorarbeiten haben wir einen induzierbaren Leukämie-assoziierten Transkriptionsfaktor entwickelt, der nach Expression in humanen CD34+-Blutstamm-/Vorläuferzellen zu einer massiven, kontrollierbaren in vitro Expansion humaner monozytärer Vorläufer führt. Die anschließende Inaktivierung des Transkriptionsfaktors führt zu reifen und voll funktionsfähigen Phagozyten.

Neurocomputationale Mechanismen von Fatigue bei Long COVID und deren Assoziation mit Immunaktivierung

Eines der häufigsten Symptome von Long COVID ist Fatigue, d.h. anhaltende Erschöpfung auf mentaler oder physischer Ebene. Das Projektteam erforscht die noch unklaren psychischen und neurobiologischen Prozesse, die zum subjektiven Erleben von Fatigue beitragen könnten. Dafür nutzen sie eine Computeraufgabe, in der Menschen lernen (mentale Ebene), ob ihre körperlichen Anstrengungen (physische Ebene) belohnt werden und wie diese Prozesse interagieren.

In vivo Evaluierung von Baseneditoren zur Behandlung von dilatativer Kardiomyopathie mittels Einzelzellanalyse

Dilatative Kardiomyopathie ist die zweithäufigste Ursache für Herzversagen mit einer vererbbaren Form verursacht durch Mutationen in Genen wie RBM20. In diesem Porjekt wird ein neuer Ansatz vorgeschlagen, um Mutationen in RBM20 durch Baseneditoren zu korrigieren, welche effizient in differenzierten Zellen arbeiten. Das Projektteam möchte entscheidende Parameter in Mäusen optimieren, um die höchste Effizienz und Spezifität für Herzmuskelzellen zu erreichen. Ziel ist es, potenziell schädliche Mutationen zu vermeiden.

Differenzierung von IGF-I-Mangel bedingter Sarkopenie bei geriatrischen Patienten durch endokrinologische Funktionstestungen

Die Sarkopenie, der generalisierte Verlust von Muskelmasse und Kraft, hat Auswirkungen auf Selbständigkeit und Lebensqualität älterer Patienten. Aufgrund der noch unklaren pathologischen Ursachen sind die bisher angewandten therapeutischen Strategien weitestgehend ungezielt und unzureichend. Das Wachstumshormon GH und dessen Mediator IGF-I vermitteln wichtige anabole Effekte. Ein Mangel innerhalb dieser Hormonachse oder eine periphere Resistenz haben daher Auswirkungen auf die Muskulatur und könnten ursächlich für eine Sarkopenie sein.

Stellenwert der Vorhofflimmerablation als mortalitätssenkende Therapie bei Patientinnen und Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz vor oder während Listung zur Herztransplantation

Das vorliegende translationale Forschungsprojekt untersucht die katheterbasierten Ablationsbehandlung von Vorhofflimmern (VHF) bei Patientinnen und Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz vor und während Listung zur Herztransplantation. VHF ist mit einer schlechteren Prognose in Hinblick auf Morbidität und Mortalität belegt. Die Ablationsbehandlung von VHF stellt für Patientinnen und Patienten ohne Herzinsuffizienz eine sichere und effektive Behandlung dar. Für Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz existiert aktuell keine evaluierte Behandlung.