Identifikation neuer Ziele für Immuntherapie bei AML/MDS mit Spliceosome-Mutationen mittels long-read Einzelzellsequenzierung

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine schwer zu behandelnde Erkrankung, bei der es trotz intensiver Therapie häufig zu einem Krankheitsrückfall (Rezidiv) kommt. Immuntherapien können einen Beitrag dazu leisten Rezidive zu verhindern. Der Schlüssel für die Entwicklung von Immuntherapien ist die Identifikation von Antigenen, die nur von Leukämiezellen präsentiert werden und eine spezifische Elimination durch Immunzellen (T-Zellen) ermöglichen.

Komparative Analyse der endothelialen und epithelialen Signalwege zur mesenchymalen Transition in der humanen Lunge

Der narbige Umbau des Lungengewebes im Rahmen verschiedener Erkrankungen wird durch verschiedene Signalwege vorangetrieben, in denen zahlreiche Gene wechselwirken. Darunter gibt es zwei Signalwege, welche die Umwandlung von Deckzellen der Gefäßinnenhäute (Endothel, Endo-MT-Signalweg) und Deckzellen der Lungenbläschen (Epithel, EMT-Signalweg) in Bindegewebszellen vorantreiben.

Mit biomedizinischer Forschung schneller zum Patienten: ForTra gGmbH gibt positive Förder-Bilanz bekannt

Bad Homburg v.d. Höhe, 23.04.2024 – Die gemeinnützige ForTra gGmbH für Forschungstransfer der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (ForTra gGmbH) hat heute eine erste Erfolgsbilanz ihrer Förderprojekte veröffentlicht. Die Organisation unterstützt seit 2017 Vorhaben der biomedizinischen Grundlagenforschung dabei, möglichst schnell den Einzug in die klinische Praxis zu erreichen. Von 2017 bis Ende September 2023 wurden 31 Projekte unterstützt, von denen sich 16 eine Anschlussfinanzierung durch öffentliche Mittel, Risikokapitalgeber o. ä. sichern konnten.

The Neurodevelopmental Origin of Movement Disorders – a Precision Genomic Medicine Approach

Ziel ist es, verbesserte Diagnoseverfahren und maßgeschneiderte Managementstrategien für Bewegungsstörungen zu entwickeln. Die Forschenden nehmen an, dass beeinträchtigte Hirnentwicklung, bedingt durch Genveränderungen, zur Entstehung der Erkrankungsgruppe beiträgt. Das Team wird Methoden der DNA-Analyse mit Untersuchungen von supragenomischen Markern kombinieren, um ein umfassendes Bild krankheitsursächlicher Veränderungen zu entwerfen.

Glutaminylzyklase als neues Target für die Parkinson-Therapie – Genetischer und pharmakologischer Wirksamkeitsnachweis

Die Parkinsonsche Erkrankung ist unter anderem durch die Ablagerung eines krankhaft veränderten Proteins im Gehirn charakterisiert. Die Forschenden haben eine besondere Variante dieses Proteins entdeckt, die ursächlich für das Krankheitsgeschehen sein kann. Allerdings sind die Mechanismen der Entstehung dieser Protein-Variante nicht aufgeklärt. Ziel dieses Projektes ist es, die Beteiligung des möglicherweise verantwortlichen Enzyms in einem Parkinson-Mausmodell mit pharmakologischen und genetischen Experimenten zu validieren.