Einfluss der Mikroglia auf Parkinson-typische Mittelhirnveränderungen bei chronischen Darmentzündungen

Entzündungen im Darm und ihre Ausbreitung ins Gehirn können zur Entstehung der Parkinson-Krankheit beitragen. Bisherige Daten deuten darauf hin, dass chronische Darmentzündung im Mausmodell ausreicht, um eine Entzündungsantwort örtlicher Immunzellen, so genannter Mikroglia-Zellen, und einen Parkinson-typischen Verlust Dopamin-bildender Nervenzellen im Mittelhirn hervorzurufen.

Untersuchung des diagnostischen Werts von [18F]PI-2620 Tau-PET bei klinischem Verdacht auf vermutliche oder mögliche PSP-Erkrankung

Die progressive supranukleäre Blickparese (PSP) ist eine seltene, neurodegenerative Erkrankung. Ursache ist ein Untergang von Nervenzellen im Gehirn durch fortschreitende Ablagerung von Tau-Protein. Bislang können diese Tauablagerungen erst nach dem Tod im Hirngewebe nachgewiesen werden, weshalb die Diagnose einer PSP anhand klinischer Symptome gestellt wird. Gerade zu Beginn der Erkrankung ist die Diagnose mit Unsicherheit behaftet.

Entschlüsselung des Zusammenspiels von angeborenen lymphoiden Zellen und Mikrobiota bei Subtypen von Cholangiokarzinomen

Krebs der Gallenwege ist eine tödliche Krankheit. Die Immuntherapie ist Teil der Erstlinientherapie für den fortgeschrittenen Gallengangskrebs, doch die Ansprechraten sind niedrig. Das Netzwerk von angeborenen Immunzellen und Bakterien in Gallengangstumoren und deren Fähigkeit den Verlauf der Erkrankung zu beeinflussen, ist weitestgehend unbekannt. Dieses Projekt zielt darauf ab, das Zusammenspiel von Bakterien und angeborenen lymphatischen Zellen (ILCs) im Tumor und der Tumorumgebung zu verstehen.

Klonale Evolution von high-grade Gliomen

In diesem Forschungsprojekt wird die Evolution hochmaligner primärer Hirntumore untersucht. Diese Tumore sind das Ergebnis eines evolutionären Prozesses, bei dem zufällig erworbene Mutationen und Selektion eine Rolle spielen. Sie bestehen nicht nur aus einer Ansammlung entarteter Zellen, sondern aus einer heterogenen Population von Zellklonen, die sich über die Zeit hinweg unterschiedlich entwickeln. Zur Untersuchung dieser Klone kommen neue Sequenzierungstechniken und mathematische Modelle zum Einsatz.

Immunkontrollmechanismen in nodalen B-Zell-Lymphomen

Trotz der weithin anerkannten Bedeutung des Tumormikromilieus ist der genaue Einfluss der Immunzellen im Gewebe für das Therapieansprechen und die Prognose unbekannt. Um diese Herausforderung anzugehen, wird dieses Projekt die Infiltration von Immunzellen in Tumorbiopsien untersuchen. Dabei kann die Immunzellinfiltration und deren Einfluss auf das Therapieansprechen unterschiedlicher Patienten beobachtet werden. Zusammen mit zusätzlichen diagnostischen Verfahren haben diese Erkenntnisse das Potenzial, Mechanismen aufzudecken, die zur Tumorkontrolle oder -progression führen.

Die Interaktion von Mikrobiom und Myeloiden Zellen in der metastatischen Tumorumgebung des kolorektalen Karzinoms

Darmkrebs (CRC) ist die weltweit dritthäufigste Krebserkrankung, wobei die hohe Sterblichkeitsrate vor allem auf die Metastasierung der Tumorzellen in die Leber, Lunge und das Peritoneum zurückzuführen ist. Ein wichtiger Bestandteil der Tumorumgebung bei CRC ist das intestinale Mikrobiom, das eine zentrale Rolle bei Entzündungen und der Entwicklung von CRC spielt.