Multizentrische Analyse der perkutanen Re-bestrahlung beim rezidivierten Mammakarzinom

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In den meisten Fällen kann er geheilt werden. Trotzdem kommt es bei etwa 10 % der Patientinnen zu einem Rückfall in der Brust oder in der Nähe. Die Behandlung ist dann oft schwierig, weil schon frühere Therapien erfolgt sind. Ziel des geförderten Projektes ist es, herauszufinden, wie eine erneute Bestrahlung in solchen Fällen am besten durchgeführt werden kann – besonders wenn die Brust abermals erhalten werden soll. Dabei werden Nebenwirkungen, Lebensqualität und Behandlungserfolg untersucht.

Digitale Medizin in ressourcenarmen Ländern: EKFS fördert innovative Gesundheitsprojekte mit 1,7 Millionen Euro

Bad Homburg v. d. Höhe, 21. August 2025 – Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) fördert vier digitale Gesundheitsprojekte in ressourcenarmen Ländern mit insgesamt 1,7 Millionen Euro. Mit der Sonderausschreibung „Digitale Gesundheit“ sollen digitale Technologien, wie etwa Software-Lösungen oder digitale Geräte, praxisnah eingesetzt und ihre Skalierbarkeit bei einer hohen Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern geprüft werden.

20 Jahre Ernährungskompetenz

*v.l.n.r.: Prof. Heiko Witt / Pädiatrische Ernährungsmedizin, Prof. Alexander Bartelt / Translationale Ernährungsmedizin, Prof. Katharina Timper / Klinische Ernährungsmedizin, Prof. Martin Klingenspor / Molekulare Ernährungsmedizin, Dr. Ulrike Schneider / Geschäftsführung EKFZ, Prof. Hans Hauner / Seniorprofessor für Ernährungsmedizin der EKFS

 

Die Rolle der Hepatozytenseneszenz bei der Förderung des Übergangs von metabolischer Schädigung zu MASH

Lebererkrankungen betreffen 29 Millionen Menschen in Europa. Faktoren wie Alterung, Alkohol und fettreiche Ernährung können dazu führen, dass Leberzellen nicht mehr richtig funktionieren und in einen Zustand namens Seneszenz eintreten. Dies führt zu Fettansammlungen und Entzündungen, was eine milde Erkrankung zu einer Schweren namens MASH verschlimmern kann. Die Forschung zeigt, dass zelluläre Seneszenz häufig auftritt und Leberprobleme verschlimmert, indem sie Immunzellen anzieht und fibrotische Narben verursacht.

Die Rolle von Glaskörperhyalozyten bei der Pathophysiologie der proliferativen Vitreoretinopathie

Die proliferative Vitreoretinopathie (PVR) ist durch die Entstehung von Narbengewebe an der Grenze zwischen Glaskörper und Netzhaut gekennzeichnet und die führende Ursache für Misserfolg von Operationen bei Netzhautablösung. Grund hierfür ist unser unzureichendes Verständnis der Krankheit. Aufgrund ihrer Nähe zum Ort des Geschehens kommen Glaskörperzellen, sog. Hyalozyten, als Mitspieler bei der Netzhautvernarbung infrage. Technische Fortschritte der Transkriptomanalysemethoden haben uns die Charakterisierung von Hyalozyten als angeborene Immunzellen ermöglicht.

Bispezifische Antikörper zur Ausschaltung bakterieller Immunfluchtmechanismen: Ein innovativer Ansatz zur Bekämpfung multiresistenter Bakterien

Antibiotikaresistenzen stellen ein globales Gesundheitsproblem dar, das mit erhöhter Sterblichkeit und steigenden Kosten einhergeht. Neue Therapieansätze sind daher dringend erforderlich. Ziel des geförderten Projekts ist die Entwicklung einer innovativen Immuntherapie gegen multiresistente Pseudomonas aeruginosa Bakterien auf Basis bispezifischer Antikörper. Diese sollen gleichzeitig bakterielle Strukturen und Immunzellen binden, das Immunsystem gezielt aktivieren und bakterielle Abwehrmechanismen überwinden.

Einfluss von chronischem Stress auf ADHS und Zwangsstörungen – Symptome, kognitive Funktionen und transdiagnostische Behandlungsstrategien

Chronischer Stress kann psychische Symptome bei Kindern und Jugendlichen auslösen oder verstärken, etwa bei Zwangsstörungen oder ADHS. Das Projekt untersucht für beide psychische Erkrankungen, wie sich chronischer Stress auf Symptome auswirkt, und darauf, wie Aufgaben gelöst werden und was dabei im Gehirn passiert. Dabei wird erfragt, wie gestresst sich Teilnehmende fühlen, und es werden Stresshormone in Haarproben gemessen. Außerdem wird ein spezielles Stressmanagement-Training durchgeführt.

Bestimmung der genetisch Reprogrammierung des Endothels in der perimetastatischen Nische mithilfe pathologisch assistierter Resektion von humanen Hirnmetastasen

Mit ca. 10 Millionen Todesfällen sind Krebserkrankungen die häufigste Todesursache weltweit, wobei Metastasen in verschiedenen Organen eine zentrale Rolle spielen. In der onkologischen Chirurgie wird eine Komplettresektion, die R0-Resektion, durch die pathologische Evaluation des Tumorrands angestrebt. Die HiResMet-Studie untersucht die Möglichkeit einer R0-Resektion von Hirnmetastasen durch intraoperative neuropathologische Evaluation.