Else Kröner-Forschungskolleg „Molekulare Therapie und Prädiktion bei gastrointestinalen Malignomen“

Das Ziel des Forschungskollegs ist die Förderung von jungen Ärztinnen und Ärzten bei der Entwicklung ihrer Karriere als sogenannte Clinician Scientists, die sowohl in der Patientenversorgung als auch in der Forschung tätig sind.
Die KollegiatInnen entwickeln Forschungsprojekte, in denen grundlagenwissenschaftliche Ansätze mit klinischen Fragestellungen eng verknüpft werden. Aus den so gewonnen Erkenntnissen werden Strategien zur Verbesserung der Patientenbehandlung im Bereich der gastrointestinalen Tumoren abgeleitet.

Entwicklung therapeutisch einsetzbarer Peptide für die Behandlung der Alzheimer-Krankheit

Bei der Alzheimerkrankheit lassen sich im Gehirn in erhöhtem Maße Ablagerungen von Tau- und Beta-Amyloid-Protein beobachten. Hierbei spielen Modifikationen dieser Proteine, wie die Phosphorylierung, eine entscheidende Rolle. Unser neuartiger therapeutischer Ansatz zielt darauf ab, nicht die Aktivität der dafür mitverantwortlichen Enzyme CK1δ und CK1ε generell zu hemmen, sondern nur deren Interaktionen mit bestimmten zellulären Proteinen zu blockieren. Möglich ist dies durch kurze Protein-Fragmente, sogenannte Peptide. Diese Peptide könnten anstatt der Enzyme CK1δ bzw.

PAROCARD: Orale Gesundheit und Intima-Media-Dicke. Eine bevölkerungsrepräsentative Untersuchung zur Assoziation zwischen oraler Gesundheit und einem Surrogatmarker für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Viele Menschen erkranken in ihrem Leben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es konnte gezeigt werden, dass erhöhte Werte des Entzündungsmarkers C-reaktives Protein (CRP) mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verknüpft sind. Sehr hohe CRP-Werte treten oft bei Patienten mit oralen Entzündungen wie Parodontitis und Gingivitis auf. Deshalb untersuchen wir im Rahmen der PAROCARD Study, ob Parodontitis und/oder Gingivitis mit atherosklerotischen Gefäßwandveränderungen assoziiert sind.

Die Rolle des Gerinnungssystems in der gesunden und der leukämischen hämatopoetischen Stammzellnische

Das Knochenmarksmikromilieu (KMMM) repräsentiert das “Quartier” der gesunden hämatopoetischen Stammzellen (HSZ) oder Blutstammzellen, aus denen all die verschiedenen Blutzellen hervorgehen. Auch wenn das Zusammenspiel zwischen dem KMMM und den HSZ immer besser verstanden wird, sind Nachweise für eine maßgebende Rolle der Proteine des Gesinnungssystems für die Kontrolle der hämatopoetischen Homöostase rar, und im Fall von Leukämien, also boshaften Erkrankungen der HSZ, noch überhaupt nicht vorhanden.

Fetal programming: Evaluation of cardiovascular remodeling in late-onset small-for-gestational-age fetuses and prediction of adverse birth and intermediate-term cardiovascular outcome- CURIOSA Studie

Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass ein Teil der ungeborenen Kinder, welche zu leicht für das Schwangerschaftsalter sind, ein höheres Risiko für milde Umbauvorgänge am Herzmuskel hat. Außerdem besteht die Annahme, dass auch das autonome Nervensystem bei diesen Kindern etwas verzögert heranreifen könnte, so wie das für Kinder mit einer schweren, frühen Wachstumsrestriktion bereits gezeigt wurde.

Altersadaptierte Hochdosistherapie gefolgt von autologer Stammzelltransplantation bei fitten älteren Patienten mit Erstdiagnose eines primär zerebralen Lymphoms

Das primär zerebrale Lymphom (PZNSL) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems im Bereich des zentralen Nervensystems und tritt überwiegend bei Patienten > 60 Jahre auf. Die Prognose insbesondere älterer Patienten ist sehr limitiert. Die von der EKFS geförderte multizentrische klinische Studie, die an 15 deutschen Zentren durchgeführt wird, untersucht die Wirksamkeit einer altersadaptierten Hochdosischemotherapie und autologen Stammzelltransplantation bei Patienten > 65 Jahre mit Erstdiagnose eines PZNSL.

Bekämpfung des Immun-Lipid-Crosstalk bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Fokus auf HDL-abhängiger Regulation der Chemokin-Rezeptorsignalisierung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind im Allgemeinen auf eine zugrunde liegende Pathologie namens Atherosklerose zurückzuführen. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass zwei Hauptursachen der Atherosklerose, nämlich Fettstoffwechselstörungen und Entzündungen, miteinander vermischt sind. Bisher bestätigten kleine Experimente, dass sich Lipide und Entzündungen gegenseitig beeinflussen können. In diesen Experimenten konzentrierte ich mich auf einen bestimmten Teil des Entzündungssystems (Chemokine) und Lipide, die High-Density-Lipoproteine (HDL).

Präemptive Immuntherapie mit IL-15 aktivierten Zytokin-induzierten Killerzellen (CIK-Zellen) zur Rezidivprävention bei Hochrisikopatienten mit akuten Leukämien und myelodysplastischen Syndromen nach allogener Stammzelltransplantation

Zytokin-induzierte Killerzellen (CIK-Zellen) sind eine uneinheitliche Gruppe von Immunzellen bestehend aus T-Lymphozyten und natürlichen Killerzellen, die aus mononukleären Zellen eines Stammzellspenders in 10-12 Tagen hergestellt werden können. Durch ihre Gabe soll bei bereits stammzelltransplantierten Patienten der drohende Rückfall ihrer bösartigen Blutsystemerkrankung verhindert werden.