Immuntherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen: Wirk- und Resistenzmechanismen

Das Clinician Scientist Program (CSP) „Immuntherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen: Wirk- und Resistenzmechanismen“ ist ein wissenschaftliches Exzellenzprogramm mit tumorimmunologischer Ausrichtung. Im Rahmen des Forschungskollegs werden Ärzte und Ärztinnen gefördert, die exzellente Wissenschaft und klinische Tätigkeit langfristig kombinieren wollen. Der wissenschaftliche Fokus des CSP liegt in der translationalen Forschung im Bereich der Immuntherapie von Krebserkrankungen. In den letzten Jahren konnten zahlreiche immuntherapeutische Therapiemodalitäten, z. B.

Identifikation neuer Inhibitoren für die Behandlung von Psoriasis (Schuppenflechte)

Psoriasis ist eine autoinflammatorische Erkrankung der Haut, von der weltweit 150 Millionen Menschen betroffen sind. Standardtherapien sind mit hohen Kosten, systemischen Nebenwirkungen und einem Risiko für Resistenzentwicklung verbunden. Wir haben einen Signalweg identifiziert, dessen Blockierung zu einer spezifischen Hemmung der Psoriasis führt. Wir möchten nun Inhibitoren identifizieren und charakterisieren, die diesen Signalweg inhibieren und somit als neue Therapie gegen Psoriasis verwendet werden können.

Sozialer Stress und soziale Belohnungen bei Alkoholabhängigkeit – zur Interaktion von Cortisol, Oxytocin und dopaminergem Belohnungssystem

Trotz der gesellschaftlichen Bedeutung von Alkoholabhängigkeit ist es bislang nicht gelungen, die neurobiologischen Ursachen zu verstehen und neue Behandlungsansätze abzuleiten. Aufgrund der wichtigen Rolle von sozialen Interaktionen und psychosozialem Stress für die Entwicklung und den Therapieverlauf einer Alkoholabhängigkeit, wird in dem aktuellen Projekt das Neuropeptid Oxytocin fokussiert. Oxytocin hat eine wichtige Funktion bei sozialen Bindungen und steht in Wechselwirkung mit dem Stresssystem und dem Belohnungssystem im Gehirn.

iPRIME – innovative Promotionsförderung im Bereich translationale Entzündungsforschung

Weltweit sind ca. 5-8 % der Bevölkerung von Autoimmunerkrankungen betroffen. Dabei richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper und schwere Entzündungsreaktionen in verschiedenen Organen können die Folge sein. Die bestehenden Therapien sind häufig unspezifisch und können zum Teil schwere Nebenwirkungen auslösen.

Chemotherapie-Resistenzen bei humanen Retinoblastomen: Untersuchungen zu den molekularen Mechanismen und Entwicklung neuartiger Behandlungsansätze

Das Retinoblastom ist der häufigste Augentumor im Kindesalter. Die Therapie geht mit einem beträchtlichen, zum Teil sogar kompletten Verlust der Sehkraft einher und ist mit einem deutlich erhöhten Zweittumorrisiko sowie der Entstehung von Chemotherapie-Resistenzen verbunden.

Untersuchung klinischer und neurophysiologischer Charakteristika der tiefen Hirnstimulationsbehandlung bei Patienten mit Dystonie

Eine kombinierte Hirnstimulation bestehend aus Tiefer Hirnstimulation (THS) von Basalganglienstrukturen und transkranieller Magnetstimulation von Hirnoberflächenbereichen, welche Bewegungsvorbereitung und -ausführung steuern, kommt bei Patienten mit X-chromosomalem Dystonie-Parkinsonsyndrom (XDP) zur Anwendung. Dadurch sind Rückschlüsse auf das Zusammenspiel dieser Hirnzentren und deren Beitrag zur Dystonieentstehung möglich.

Nierenfunktionsstörungen als Komplikation von Systemerkrankungen (NAKSYS)

Das EKFK NAKSYS ist ein interdisziplinäres Forschungskolleg, welches sich mit Nierenfunktionsstörungen als Komplikation von Systemerkrankungen (wie bspw. Diabetes oder Hepatitis C) beschäftigt. Mit innovativen Forschungsmethoden aus sieben Kliniken und Instituten des Universitätsklinikums Freiburg sollen neue Erkenntnisse hinsichtlich der Entstehung und Entwicklung von Nierenfunktionsstörungen gewonnen und mit einem umfassenden Karrierekonzept verbunden werden.

Mechanismus der small fiber Pathologie beim Fibromyalgie-Syndrom

Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) ist ein chronisches Schmerzsyndrom, das mit Schmerzen in mehreren Körperregionen einhergeht. Die Ursache für Schmerzen beim FMS ist nicht bekannt. Wir konnten erstmals zeigen, dass bei Untergruppen von FMS Patienten eine Störung der kleinen Nervenfasern vorliegt. Diese auch als „small fibers“ bezeichneten Nervenfasern sind u. a. für die Schmerzweiterleitung zuständig.

Untersuchung der Pathomechanismen von Zinkmangels als Risikofaktor für Autismus-Spektrum-Störungen

Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) sind eine Gruppe von neurologischen Entwicklungsstörungen, die durch ihre Verhaltensmerkmale, wie eine Beeinträchtigung der sozialen Kommunikation und sozialen Interaktionen sowie eingeschränkte, sich wiederholende und stereotype Muster gekennzeichnet ist. Aufgrund der Heterogenität der Symptome wurde Autismus als Spektrumsstörung bezeichnet.

Light in – Sound out. Neue nicht-invasive Biomarker in der Pädiatrie

Eingeschränkte diagnostische und therapeutische Möglichkeiten bei chronisch-fortschreitenden erblichen Erkrankungen bedingen nicht selten eine deutlich verminderte Lebenserwartung dieser jungen Patienten. Neue gentherapeutische Ansätze bei der Muskelerkrankung von Typ Duchenne bieten große Hoffnung, jedoch stehen bisher keine diagnostischen Verfahren zur Verfügung, um mögliche Veränderungen oder ein Ansprechen zu messen.