GRK5 in der Entwicklung der Opiatabhängigkeit

Morphin ist eines der effektivsten Schmerzmittel zur Behandlung starker Schmerzzustände. Der klinische Einsatz bei akuten und chronischen Schmerzen ist jedoch wegen z. T. lebensbedrohlicher Nebenwirkungen wie Sucht und Abhängigkeit nach wiederholter Gabe stark limitiert. Dabei spielen Modifikationen wie die Phosphorylierung über das Enzym GRK5 am μ-Opioid-Rezeptor eine entscheidende Rolle. Ziel dieses Projektes ist es erstmalig die Kinase-/Phosphorylierungsaktivität der GRK5 gegenüber der Adapter- und Gerüstfunktion nach Morphin Behandlung zu untersuchen.

Imaging von Immunantworten und Tumorzellinvasion in Gliom Modellen

Hirntumore sind bösartige Tumorentitäten mit schlechter Prognose. Diagnostik und Verlaufskontrolle erfolgen mittels MRT. Aktuell befinden sich neue Behandlungsverfahren in Entwicklung, die das körpereigene Immunsystem für Hirntumore sensibilisieren (Immuntherapie). So entstehen gegen den Tumor gerichtete Immuneffekte, deren spezifische Darstellung für die Vorhersage des Therapie-Ansprechens durch die Bildgebung aktuell nicht möglich ist. Im Projekt werden Parameter für Immunantworten und Tumorzellinvasion entwickelt.

Modulation of leukotriene-driven airway inflammation by exosomes and helminth products - new treatment concepts for aspirin exacerbated respiratory disease

Patienten, die von AERD (“Aspirin exacerbated respiratory disease”) betroffen sind, leiden unter chronischem Asthma, Nasenpolypen und einer Intoleranz gegen Aspirin und verwandte Schmerzmittel. Leider sind die Krankheitsmechanismen der AERD nur unvollständig bekannt und auch wirksame Therapien fehlen bisher. Das Ziel unseres Projekts ist es daher, das Verständnis der immunologischen und metabolischen Mechanismen der AERD zu verbessern und neue immunregulatorische Strategien für die Therapie aufzuzeigen.

T-Zell Metabolismus als immunologischer “checkpoint” im Nierenzellkarzinom

Das menschliche Immunsystem, insbesondere T-Zellen, können Infektionen und Tumorzellen bekämpfen. Dies wird bei dem Einsatz einer tumor-Immuntherapie deutlich. Bei einem großen Teil der Krebspatienten kommt es zu einer Immun-Dysfunktion und zum Tumorwachstum; die Gründe hierfür sind zurzeit unbekannt. Ein intakter zellulärer Stoffwechsel ist entscheidend für eine effektive Immunzellantwort. In diesem Projekt werden Tumor-infiltrierende T-Zellen untersucht mit der Hypothese, dass sie metabolisch gestört sind und deshalb Tumorzellen nicht angreifen können.

Bonner Promotionskolleg "NeuroImmunology" (BonnNi)

Unser Wissen über die Funktion von Nerven- und Immunsystem befindet sich in einem rasanten Anstieg und viele große Volkskrankheiten beruhen auf einer wechselseitigen Fehlfunktion beider Systeme. Das Promotionskolleg NeuroImmunology trägt dem steigenden Bedarf an MedizinerInnen mit fundierter wissenschaftlicher Ausbildung Rechnung. Es basiert auf der intensiven Kooperation zweier führender DFG-geförderter Forschungsverbünde. Der SFB 1089 und das Exzellenzcluster ImmunoSensation stehen für wissenschaftliche Kernbereiche an unserem Campus.

Therapeutische Nutzung des programmierten Zelltods zur Lungenkrebsbehandlung

Durch den programmierten Zelltod, genannt Apoptose, können im Körper gezielt geschädigte und entartete Zellen entsorgt werden. Zudem zielen viele Krebsmedikamente auf Apoptoseauslösung in Tumorzellen. Für Lungenkrebszellen bedeutet die Verhinderung von Apoptose also einen Wachstumsvorteil. Seit Kurzem sind Medikamente verfügbar, die gezielt anti-apoptotische Proteine wie MCL1 und BCL2 blockieren. Therapeutisch könnten diese vor allem auch in Kombination mit verfügbaren Krebsmedikamenten relevant sein.

Tumordetektion anhand zirkulierender Tumor-DNA im Blut von Patienten mit ZNS-Lymphomen

Ein Forschungsfeld, welches in den letzten Jahren durch neue technische Errungenschaften eine vielversprechende Entwicklung genommen hat, ist die sogenannte Liquid Biopsy. Hierunter versteht man das nicht-invasive Aufspüren und Verfolgen von Tumor-DNA-Bruchstücken (= zirkulierende Tumor-DNA, ctDNA) im Blut von Krebspatienten. 

Biologische Determinanten und neuronale Kompensationsmechanismen der Presbyphagie

Infolge biologischer Alterungsvorgänge und Erkrankungen stellen Schluckstörungen im Alter (Presbyphagien) ein medizinisch relevantes, kaum erforschtes Problem dar, für das profunde Behandlungsoptionen fehlen. In diesem Projekt werden Einflussfaktoren auf die Schluckfunktion im Alter wie Kognition, Gebrechlichkeit, Muskelschwund, Geruchs- und Geschmacksinn, Veränderungen biochemischer Signalkaskaden und der zentralnervösen Steuerung des Schluckaktes umfassend untersucht, sowie Folgen der Presbyphagie auf Lebensqualität, Ernährungsstatus und Krankenhausaufenthalte erfasst.

Boosting Twice: Systemische Immuneffekte nach Hochdosis-Bestrahlung von Glioblastomen

Das Forschungsprojekt untersucht den neuartigen Ansatz eine hoch dosierte, auf das Tumorbett fokussierte Strahlenbehandlung so gekonnt einzusetzen, dass das Immunsystem aktiviert wird und sich gegen den bösartigsten aller Hirntumore (Glioblastom) richtet. Dies wird unter anderem durch den Einsatz neuartiger Technologien, wie z. B. der intraoperativen Strahlentherapie mit niederenergetischer Röntgenstrahlung und neuen Immuntherapeutika möglich gemacht.

Dresden baut wegweisende Schnittstelle zwischen Technologie und Medizin auf

Repräsentanten der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS), der TU Dresden und des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden unterzeichneten in Gegenwart der beiden Staatsminister für Wissenschaft sowie für Wirtschaft am heutigen Mittwoch (4. September 2019) den Vertrag für das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Digitale Gesundheit Dresden. Die Stiftung fördert ab September 2019 zehn Jahre lang mit insgesamt 40 Millionen Euro den Aufbau innovativer Ausbildungs- sowie Organisationstrukturen, eine fächerübergreifende Zusammenarbeit und den Ausbau zusätzlicher Forschungsressourcen.