Modulation der Natriumspeicherung bei Dialysepatienten

Patienten mit einer schweren Nierenerkrankung sind häufig auf eine regelmäßige Blutwäsche (Hämodialyse) angewiesen. Aufgrund der fehlenden Nierenfunktion sind verschiedene Salze (z. B. Natrium und Kalium) im Körper von Dialysepatienten deutlich erhöht. Die Dialysebehandlung kann einen Teil dieser überschüssigen Salze entfernen, jedoch gelingt dies nicht bei allen Patienten gleich gut.

Die neuronalen Netzwerke des kortikobasalen Syndroms

Das kortikobasale Syndrom (CBS) ist eine seltene Erkrankung des Gehirns, die zu den atypischen Parkinsonsyndromen gezählt wird. Neben motorischen Problemen führt CBS zur Beeinträchtigung von kognitiven Aspekten der Bewegungskontrolle. So sind Patienten oft nicht in der Lage, Gesten zu imitieren oder die Benutzung eines Werkzeugs wie z. B. eines Hammers pantomimisch darzustellen (Apraxie). Des Weiteren vollführen manche Patienten ungewollte Hand- und Armbewegungen, die sie als fremdgesteuert empfinden (alien-limb-Phänomene).

Controlled rewarming as novel end-ischemic therapy for cold stored liver grafts (CORNET)

Der Zustand von Spenderorganen grenzwertiger Qualität kann mitunter deutlich verbessert werden, wenn die Modalitäten der Organkonservierung verändert bzw. Techniken eingesetzt werden, welche eine Revitalisierung des ischämischen Gewebes ermöglichen. Der nachteilige Einfluss längerer ischämischer Lagerungszeiten auf die Leberqualität kann z. B. durch eine kurzzeitige Maschinenperfusion gemildert werden.

Identifizierung von Biomarkern für zelluläre Radio- und Chemosensitivität an peripheren Blutzellen von Patienten mit angeborenen DNA-Reparaturdefekten

DNA-Doppelstrangbrüche entstehen permanent in jeder Zelle durch Stoffwechselprodukte, Strahlung oder chemische Substanzen. Der Zelle stehen deshalb eine Vielzahl von Reparaturmechanismen zur Verfügung, um diese DNA-Brüche zu erkennen und zu beheben. Genetische Defekte von DNA-Reparaturproteinen können zu Immundefekten, Knochenmarksversagen sowie zu Malignomen führen. Für viele dieser Erkrankungen ist eine Stammzelltransplantation die einzige Behandlungsoption, die aber mit einer erhöhten Sensitivität auf Chemotherapie einhergeht.

Translationale Forschung zur Kombinations-Immuntherapie mit einer onkolytischen Vakzine

Bestimmte sogenannte „onkolytische“ Viren vermehren sich ausschließlich in Krebszellen und zerstören sie dadurch. Die Zerstörung der Krebszellen durch die Viren kann wie eine Tumor-Impfung wirken, sodass der Körper eine Immunantwort gegen den Tumor entwickelt. Den Tumor-Impf-Effekt der onkolytischen Viren kann man durch bestimmte Immuntherapien („Checkpoint-Antikörper“) verstärken.

Immune escape-Mechanismen in Kopf-Hals-Karzinomen - Stellenwert des HGF/Met-Signalweges

Wir untersuchen einen bestimmten Signalweg (HGF/Met-Signalweg) und seinen Einfluss auf immunologische und Stoffwechseleigenschaften von bösartigen Tumoren der Kopf-Hals-Region (Mundhöhle, Rachen, etc.). Nachdem wir bereits zeigen konnten, dass die Aktivierung der Signalmoleküle den Zuckerstoffwechsel verstärkt und zusätzlich die Konzentration weiterer, das Immunsystem dämpfender Proteine erhöht, wollen wir zukünftig untersuchen, wie stark diese Effekte Immunzellen tatsächlich hemmen.

Jenseits von Aquaporin und MOG - Neue hirnreaktive Antikörper und B-Zell-Reaktionen bei Neuromyelitis Optica-Spektrum Erkrankungen

Bei Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) handelt es sich um eine Gruppe seltener chronisch-entzündlicher Erkrankungen des zentralen Nervensystems, die typischerweise den Sehnerv und das Rückenmark aber auch Gehirn und Hirnstamm betreffen können. Der Nachweis von Antikörpern die gegen das Wasserkanal Protein Aquaporin-4 (AQP4) gerichtet sind, führte zur Abgrenzung gegenüber der Multiplen Sklerose (MS). Darüber hinaus wurden bei einer Gruppe von NMOSD Patienten/innen Antikörper gegen das MOG Protein nachgewiesen.