Protektion vor kardiovaskulären Veränderungen im Alter durch S-Nitrosierung des Zytokins macrophage migration inhibitory factor (MIF)

Das Altern geht einher mit Veränderungen des Herz-Kreislaufsystems, welche zu einer Gefäßsteifigkeit und Entwicklung einer Herzinsuffizienz führen können. Dabei ist eine geringere Stickstoffmonoxid (NO)-Verfügbarkeit zu beobachten. Diese kann über die diätetische Aufnahme von Nitrat, enthalten u.a. in Spinat und Rote Bete, reguliert werden. Die protektive Wirkung einer Nitrat-Gabe zeigt sich in einer verbesserten Durchblutung und Herzleistung. Auch im akuten Herzinfarkt verringert das aus Nitrat entstehende NO das Absterben von Herzmuskelzellen und vermindert so die Infarktgröße.

Hypercholesterolämie-induzierte extramedulläre Hämatopoiese verbindet Milz-Neutrophile mit chronischen Entzündungen und Tumorentstehung

Hypercholesterolämie ist ein primärer Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen. Darüber hinaus zeigen epidemiologische Studien, dass Hypercholesterolämie auch das Auftreten von chronischen Entzündungen (z. B. Neurodegeneration, Arthritis) und Tumoren begünstigt.

Untersuchung des Einflusses von Brustkrebsmedikamenten hinsichtlich HER2-Paarbildung auf molekularer Ebene in individuellen Zellen mit dem Ziel, Ursachen für Medikament-Resistenzen zu finden (HERe).

Brustkrebs ist eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen und wird in verschiedene Subtypen unterteilt. Wir untersuchen eine besonders gefährliche und aggressive Sorte, welche den Wachstumsfaktorrezeptor HER2 überexprimiert. Zugelassene Medikamente für HER2 positiven Brustkrebs verlieren bei vielen Patientinnen nach einige Zeit ihre Wirksamkeit, da sich Medikamentresistenzen herausbilden; die Ursachen dafür sind nicht ausreichend bekannt, um effektivere neue Medikamente zu entwickeln.

Die Funktion von Atg16l1-abhängiger Autophagie in der Reparatur epithelialer DNA Schäden und der Einfluss auf intestinale Entzündung und Karzinogenese

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind durch eine schubweise Entzündung des Gastrointestinaltrakts gekennzeichnet. Genomweite Assoziationsstudien haben das Autophagiegen Atg16l1 als genetischen Risikofaktor für die Entwicklung von CED beschrieben. Autophagie ist ein intrazellulärer Recyclingmechanismus, indem zelleigene Proteine unter Stressbedingungen (z. B. Entzündung, Nahrungskarenz) kannibalisiert d. h. verdaut werden. DNA Schäden entstehen bei Patienten mit CED im intestinalen Epithel als Folge von chronischen Entzündungen.

DIAPH2 (Drosophila homologue of Diaphanous 2) als potentielles Tumorsuppressor-Protein in Kolonkarzinomen

Die meisten Kolonkarzinome weisen eine chromosomale Instabilität und entsprechend eine anormale Chromosomenzahl im Zellkern auf. Diese Eigenschaft ermöglicht den Tumorzellen eine erhöhte Mutationsrate und damit eine gesteigerte Aggressivität in fortgeschrittenen Stadien der Tumorentwicklung. Eigenen Vorarbeiten zeigen, dass eine hohe Expression von DIAPH2 in Kolonkarzinomen mit einem niedrigen Tumorstadium, -Grading und Nodalstadium, korreliert. Zudem ist eine hohe DIAPH2-Expression mit einem besseren Gesamtüberleben der Patienten assoziiert.

Translationale Neuropathologie von Meningeomen

Meningeome sind die häufigsten Tumor des zentralen Nervensystems. In der Regel werden sie durch einen neurochirurgischen Eingriff entfernt. Danach ist entscheidend, gutartige von aggressiven Meningeomen zu unterscheiden, da bei hochgradigen Meningeomen zusätzlich eine Strahlentherapie erforderlich sein kann. Die bisherige Methode zur Unterscheidung der unterschiedlichen Varianten von Meningeom, die auf der Untersuchung des Gewebes unter dem Mikroskop beruht, hat jedoch Schwächen.

Mechanismen hirntumorreaktiver T-Helferzellen im Kontext immuntherapeutischer Interventionen

Immuntherapien (IT) haben Einzug in die Standardtherapie einiger Krebsarten gehalten. Bei hirneigenen bösartigen Tumoren haben die IT bisher keinen Durchbruch erzielt. Die verfügbaren IT Strategien sind mannigfaltig und reichen von Impfungen kleinster Proteinbausteine, Ribonukleinsäuren und zellulären Therapien. Entscheidend ist die geeignete Wahl einer Zielstruktur, die das geschärfte Immunsystem attackieren soll.

MR- and optoacoustic based Immunometabolic Profiling of Rheumatoid Arthritis

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Sie führt unbehandelt zu einer schmerzhaften Gelenkzerstörung, massiver Funktionseinschränkung und infolgedessen zu hohen sozioökonomischen Kosten. Aufgrund des geringen Wissens um die Entstehung und Frühphase erhalten jedoch viele Patienten eine zu späte Erstdiagnose und erleiden dadurch irreversible Schäden.

Neue Clinician-Scientists-Programme unter Federführung von Dresden und Erlangen

Bad Homburg v.d.H./ Bonn, 30.10.19. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) und die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (ELHKS) fördern die Einrichtung zweier Forschungskollegs. Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden und das Universitätsklinikum Erlangen konnten sich im Rahmen der Ausschreibung mit ihren Konzepten für die Ausbildung von Clinician Scientists durchsetzen und erhalten für deren Umsetzung jeweils 1 Million Euro. Insgesamt haben sich mehr als die Hälfte aller medizinischen Fakultäten auf die Ausschreibung beworben.

Wir haben etwas gegen Keime: 1 Million Euro für Ihre Ideen

Jährlich erkranken in Deutschland etwa eine halbe Million Menschen an Krankenhausinfektionen, von denen ungefähr jeder vierzigste verstirbt. Gründe dafür sind unter anderem eine schlechte Implementierung, ein schlechtes Image und mangelnde Compliance in der Hygiene. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung stellt daher einmalig bis zu 1 Million Euro für

Maßnahmen für eine bessere Hygiene im Krankenhaus oder ambulanten Bereich