Stärkung der mentalen Gesundheit kriegstraumatisierter und gewaltbetroffener Frauen und Mädchen in der Ukraine
Situation vor Ort:
Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine 2014 sind Frauen besonders schwer betroffen, erleben verschiedene Formen konfliktbezogener geschlechtsspezifischer Gewalt und leiden zunehmend unter eingeschränktem Zugang zur Gesundheitsversorgung. Seit 2022 sind die Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt um 36 Prozent gestiegen und 6,7 Millionen Frauen sind auf lebensrettende Hilfe angewiesen (UN WOMEN 2025).
Ziele:
Verbesserung der psychischen Gesundheit und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Frauen und Mädchen in Dnipropetrovsk Oblast
- Mind. 250 Frauen und Mädchen haben psychologische Beratung erhalten und mind. 50% geben an, dass sich ihr psychisches Wohlbefinden verbessert hat, sie ein Bewusstsein für ihre Bedürfnisse entwickelt haben, und wissen, wo und wie sie Unterstützung erhalten.
- Mind. 120 Frauen und Mädchen nahmen an therapeutischen Gruppenangeboten teil und mindestens 50 % von ihnen haben ihre soziale Teilhabe gesteigert.
- Mind. 150 Personen haben durch Infoveranstaltungen einen höheren Kenntnisstand über das Thema geschlechtsspezifische Gewalt und deren gesundheitliche Folgen erworben.
- Psychosoziale Einzelberatung
- Gruppenangebote (Kunst-, Musik- und Körpertherapie, Selbsthilfegruppen)
- Kapazitätsaufbau für zivilgesellschaftliche Träger von psychologischen Gesundheitsangeboten (Partnerorganisationen)
- Aufklärungsarbeit zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt und deren gesundheitlicher Folgen
Durch Aufbau und Stärkung von lokalen Unterstützungsstrukturen, die von Frauen selbst organisiert werden, wird das bestehende ukrainische Gesundheitssystem in Dnipropetrovsk Oblast ergänzt und langfristig entlastet. Durch psychosoziale Unterstützung wird das psychische Wohlbefinden der Frauen und Mädchen in der Region verbessert und sie entwickeln spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, sich selbst zu stabilisieren und andere zu unterstützen.
Das Projekt setzt auf einen ganzheitlichen und nachhaltigen community-basierten Ansatz, der sowohl individuelle als auch gemeinschaftliche Ressourcen stärkt: Somit wird nicht nur akute psychologische Hilfe geleistet, sondern auch langfristig Resilienz und Selbsthilfe gefördert. Das Innovative daran ist, dass Frauen aktiv in die Entwicklung und Umsetzung einbezogen werden, sodass ihre Bedürfnisse direkt in die Maßnahmen einfließen.
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