Optimierung der Adaptation Früh- und Reifgeborener
Nach der Geburt wird das Neugeborene nicht mehr über die Nabelschnur von der Mutter versorgt und muss anfangen selbst zu atmen. Ein reibungsloser Ablauf dieser Anpassungsphase ist für das Überleben ohne körperliche und geistige Langzeitschäden insbesondere bei Frühgeborenen sehr wichtig. Daher ist es von essenzieller Bedeutung die Anpassungsphase zu optimieren, um vor allem diesen Kindern einen bestmöglichen Start ins Leben zu bieten.
Der wichtigste Bestandteil dieser Anpassungsphase ist die Belüftung der Lunge. Kleine Frühgeborene benötigen nach der Geburt eine Atemunterstützung, da sie nicht oder nicht ausreichend atmen. Aufgrund der sehr unreifen und verletzlichen Lunge der Frühgeborenen ist eine lungenschonende, aber rasche und effektive Beatmung von großer Bedeutung.
Es besteht mittlerweile die Möglichkeit die maschinelle Ein- und Ausatmung an die Eigenatmung des Neugeborenen zu koppeln, sozusagen zu synchronisieren. Diese physiologische Form der Beatmung ist effektiver und lungenschonender für das Neugeborene.
Ob und welche synchronisierte Beatmung während der Anpassungsphase nach Geburt bei sehr kleinen Frühgeborenen zu einer rascheren Belüftung der Lunge führt, soll im Rahmen dieses Forschungsprojektes anhand von klinischen Studien untersucht werden.
Darüber hinaus sollen neue innovative bildgebende Verfahren zur Echtzeit-Ermittlung der Lungenbelüftung in diesem Forschungsprojekt bei Frühgeborenen angewandt werden. Diese können neue, vielversprechende Einblicke in die Belüftung der Lunge während dieser kritischen Phase des Lebens bieten.