Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft
PD Dr. Franziska Hopfner leitet den Bereich Neurogenetik an der Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Mit ihrer Arbeitsgruppe untersucht sie die genetischen und epigenetischen Grundlagen und molekularen Mechanismen neurologischer Erkrankungen. Das Team hat zum Ziel, die Diagnose zu verbessern und langfristig für Patientinnen und Patienten eine ursächliche auf sie zugeschnittene Behandlung anzubieten.
Reprogrammierung der Immunantwort und des Stoffwechsels zur Bekämpfung der Lungenfibrose
Lungenfibrose ist die Folge einer anormalen Vernarbung des Lungengewebes, die zu Atembeschwerden führt. Die idiopathische Form der Lungenfibrose ist durch einen unbekannten Ursprung und eine durchschnittliche Überlebenszeit von drei bis vier Jahren nach der Diagnose gekennzeichnet. Unser Projekt konzentriert sich auf das Verständnis, wie der Lungenstoffwechsel den Beginn und das Fortschreiten der Krankheit beeinflusst. Wir haben kürzlich in Tiermodellen festgestellt, dass der Fett- (Lipid-) und Cholesterinstoffwechsel während der Lungenfibrose gestört ist.
MR-Neurographie im Ultrahochfeld-MRT
Erkrankungen des peripheren Nervensystems, sogenannte Polyneuropathien, sind sehr häufige Krankheitsbilder, die bei Betroffenen oft mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität bis hin zu schweren Behinderungen einhergehen. Die Ursachen der meisten Polyneuropathien sind bisher nur unzureichend verstanden. Die Darstellung peripherer Nerven mittels MRT (MR-Neurographie) ermöglicht die nicht-invasive Untersuchung von Nerven entlang ihres gesamten anatomischen Verlaufs.
Identifikation neuer Zielmoleküle und personalisierter Therapiestrategien im Aderhautmelanom
In diesem Forschungsprojekt sollen effektive und möglichst individualisierte Therapieansätze für Patientinnen und Patienten mit Aderhautmelanom entwickelt werden. Hierfür werden potentielle Zielmoleküle anhand von Tumorproben mit Hochdurchsatzmethoden und bioinformatischen Algorithmen identifiziert. Die methodische Grundlage für dieses Projekt stellt dabei ein etabliertes Biobanking mit Zugang zu Gewebeproben und eine neuartige Sequenzierungsmethode dar („Next Generation Sequencing“ der dritten Generation).
Einfluss von Antigenexposition und Immunsuppression auf Pathogen-spezifische follikuläre T-Helferzellen
Viele Erkrankungen gehen mit einer Schwächung des Immunsystems einher und führen zu einem Wirkverlust von Schutzimpfungen. Dies kann Folge der Grunderkrankung (z.B. bei Leberzirrhose) oder durch eine immunsuppressive Therapie bedingt sein (z.B. nach Organtransplantation), wobei sich die Mechanismen, die dieser Immunschwäche zugrunde liegen, unterscheiden.
Molekulare Mechanismen der Tumorzell-Interaktionen beim Follikulären Lymphom (MOMENTUM-FL)
Maligne Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) sind die häufigsten Tumore des Blutes. Das follikuläre Lymphom (FL) gehört zu den häufigsten Unterformen. Es wird meist im fortgeschrittenen Stadium entdeckt und gilt - trotz neuer Therapiemöglichkeiten - weiterhin als unheilbar. Der klinische Verlauf ist sehr variabel, mit Überlebenszeiten von wenigen Jahren bis über zwei Jahrzehnte. Aus unseren Vorarbeiten wissen wir, dass neben unterschiedlichsten Veränderungen in den Tumorzellen, auch Veränderungen in der Mikroumgebung das Therapieergebnis beeinflussen.