Nutzung gewebespezifischer Chemokine für die Rekrutierung Natürlicher Killerzellen in maligne Lebertumore

Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) sind zentrale Effektorzellen der antitumoralen Immunabwehr. Ihr Einsatz in der Krebstherapie zeigt bisher vor allem in hämatologischen Tumoren gute Wirksamkeit, wohingegen solide Tumore eine niedrige Immunzellinfiltration aufweisen. Daher sind Strategien, welche die Einwanderung von NK-Zellen in bestimmte Gewebe und Tumore verbessern, zentral für die Weiterentwicklung NK-Zell-basierter Tumortherapien. Im vorliegenden Projekt soll die Rolle von Chemokinen in der NK-Zell-Migration in die Leber in verschiedenen Kontexten untersucht werden.

Erster Alumni-Tag

Thema: Auf dem Programm stehen ein Blick in die Weltraummedizin aus erster Hand, Vorträge zum Einsatz von Apps in Diagnose und Therapie, die Verleihung unserer Publikationspreise und Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Alumni.

Datum: Dienstag, 6. Juni 2023

Zeit: 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Ort: Gästehaus der Goethe-Universität, Frauenlobstraße 1, 60487 Frankfurt/Main

Die Rolle der Mikroglia im translationalen 5xFAD Wildling-Mausmodell für Morbus Alzheimer

Mikroglia sind für die Funktion des Gehirns wichtig und sind auch bei Morbus Alzheimer von Bedeutung. Im Gehirn kommt es dabei zu schädlichen Beta-Amyloid (Aβ)-Ablagerungen. Dies hat zur Folge, dass im Verlauf der Erkrankung immer mehr Nervenzellen absterben und bestimmte Hirnfunktion wie Orientierung und Erinnerung zunehmend beeinträchtigt werden. Mikroglia versuchen Aβ zu entfernen, um so die Nervenzellen zu schützen. In vorherigen Untersuchungen konnte der Antragsteller zeigen, dass Mikroglia durch bestimmte bakterielle Signalstoffe erheblich beeinflusst werden.

Mechanisms of hepatocyte senescence mediating disease progression in chronic liver disease

Chronische Lebererkrankungen wie die nicht-alkoholische Fettleber und die Leberzirrhose gehören zu den wichtigsten globalen Gesundheitsproblemen. Durch das Fehlen effektiver Behandlungen kommt es häufig zu einem Fortschreiten der Erkrankung mit Entwicklung einer Dekompensation, extrahepatischen Organversagen und Tod. Die zelluläre Seneszenz beschreibt eine morphologische und funktionelle Veränderung von Zellen wie sie üblicherweise im Rahmen von Alterungsprozessen, aber auch nach zellulären Schädigungen auftreten kann. Diese kann in Krankheitsprozesse involviert sein.

Klinische Translation von bildgebenden Biomarkern der nächsten Generation unter Verwendung von künstlicher Intelligenz

In der modernen Medizin, insbesondere im Bereich der radiologischen Bildgebung, werden massenweise Daten produziert – so viele, dass die ärztliche Befundung der Bilder eine zunehmende zeit- und personalintensive Herausforderung darstellt. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) verspricht hier großes Potenzial, um Synergieeffekte zu erzielen: Tätigkeiten, die am besten von KI-Algorithmen ausgeführt werden können, können mit jenen, die sich am besten für Mediziner eignen, kombiniert werden.

Funktion und Zusammenspiel zwischen Blut-Hirn-Schranke und neuronaler Erregbarkeit als Therapie-Strategien bei zerebraler Ischämie und zentraler Autoimmunität

Der Untergang von Nervenzellen verursacht Behinderungen bei Multipler Sklerose (MS) und Schlaganfall. In diesen Erkrankungen erforscht Jun.-Prof Dr. Timo Uphaus molekulare Ursachen des Nervenzelluntergangs. Dabei liegt ein Fokus auf der Blut-Hirn-Schranke und ihrer Bedeutung für die Funktion von Nervenzellverbindungen sowie dem Einfluss der Erregbarkeit von Nervenzellen auf ihr Überleben. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden „neuroprotektive“ Therapieansätze entwickelt, deren Wirksamkeit in randomisierten klinischen Studien erprobt wird.

Neue systembiologische Ansätze zur Untersuchung von Nierenerkrankungen

Chronische Nierenerkrankungen, welche sich vor allem im Rahmen von erhöhtem Blutdruck und erhöhtem Blutzucker entwickeln, stellen weltweit ein zunehmendes Problem für die Gesundheitssysteme dar. PD Dr. Christoph Kuppe und sein Team erforschen in dem von der EKFS geförderten Projekt neue pathophysiologische Grundlagen zu Krankheitsmechanismen der chronischen Nierenerkrankungen. Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien unter Nutzung neuer patientenzentrierter Methoden.

Nachgefragt: Was macht eigentlich Dr. Carolin Lerchenmüller, Erst- und Zweitantragstellerin aus dem Jahr 2019?

Dr. Carolin Lerchenmüller ist Mutter von drei Kindern und sitzt der Projektgruppe Frauen und Familie in der Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. vor. Nach ihrem Medizinstudium realisierte sie zügig, dass ihre Leidenschaft für die Grundlagenwissenschaft parallel zum klinischen Alltag schwer aufrechtzuerhalten ist. Sie entschied sich zunächst, als Postdoktorandin im Labor von Anthony Rosenzweig am Massachusetts General Hospital der Harvard Medical School zu forschen.

Else Kröner Wiedereinstiegsförderung für forschende Ärztinnen und Ärzte nach Familienphase

Bad Homburg v.d. Höhe, 1. März 2023 – Elternzeit, Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen: Für Ärztinnen und Ärzte, die eine längere Familien- oder Betreuungszeit in Anspruch genommen haben, ist die Rückkehr in die vorherige Karriere oft äußerst schwierig. Deshalb schreibt die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) erstmalig flexibel und individuell einsetzbare Fördermittel in Höhe von bis zu jeweils 400.000 Euro aus – für einen effektiven Wiedereinstieg und die Fortsetzung einer erfolgreichen Karriere.