Pädiatrische Loiasis und kardiale Komplikationen (LoaPaed)

Loa loa ist eine vernachlässigte Tropenkrankheit, die vor allem in ländlichen Regionen Zentralafrikas vorkommt. Über die gesundheitlichen Risiken von Kindern ist bisher wenig bekannt. Im Rahmen des LoaPaed-Projekts untersuchen Forschende bei mehr als 1.200 Kindern in Gabun die Häufigkeit von Loiasis sowie typische Symptome und mögliche Auswirkungen auf Herz und Kreislauf mittels moderner Echokardiographie. Das Ziel besteht darin, diese übersehene Erkrankung im Kindesalter besser zu verstehen und die Grundlage für verbesserte Diagnose- und Behandlungsstrategien zu schaffen.

CARTESIAN – Clinician Scientist Programm für Big Data Analysen und Methoden der Künstlichen Intelligenz für die Medizin der nächsten Generation

CARTESIAN ist ein neues dreijähriges Ausbildungsprogramm der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Es qualifiziert junge Ärztinnen und Ärzte darin, Patientenversorgung mit moderner datengetriebener Forschung zu verbinden. Im Mittelpunkt stehen Krebs und altersbedingte Erkrankungen sowie die enge Verknüpfung von Medizin und Datenwissenschaft. Ärztinnen und Ärzte, Forschende und IT-Expertinnen und -experten entwickeln gemeinsam bessere Diagnosen, Therapien und Präventionsansätze.

Neues Forschungsprojekt zur Pneumokokken-Impfung

An der Universitätsmedizin Mainz ist ein neues Forschungsprojekt zur Pneumokokken-Impfung gestartet: Ziel der Wissenschaftler:innen um Univ.-Prof. Dr. Tim Sparwasser vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene ist es, neuartige Schleimhautimpfstoffe zu entwickeln, die einen verbesserten Schutz gegen Pneumokokken-Erkrankungen wie Lungen- oder Hirnhautentzündung bieten und dazu beitragen, den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren und damit Resistenzen zu verhindern.

HALT – Gesundes Altern durch langsameres Fortschreiten chronischer Entzündungen

Viele Alterskrankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen entstehen schleichend und bleiben lange unbemerkt. Eine zentrale Rolle spielen dabei „stille Entzündungen“, die ähnliche Muster zeigen wie chronische Erkrankungen etwa Morbus Crohn oder Rheumatoide Arthritis. Im Forschungskolleg HALT untersuchen die Forschenden, warum solche Prozesse bei manchen Menschen schneller zu Alterskrankheiten führen und wie man sie bremsen kann. Ziel ist es, neue Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung zu entwickeln, damit Menschen länger gesund bleiben.
 

Gezielte Behandlung und Diagnose von Tumoren über metabolische Schwachstellen (THERA)

Krebs entsteht durch genetische Veränderungen, die dazu führen, dass Tumorzellen unkontrolliert wachsen und sich ausbreiten. Stoffwechselprozesse in der Tumormikroumgebung spielen dabei eine entscheidende Rolle: Tumorzellen verändern die Versorgung mit Energie und Nährstoffen und können so die Immunabwehr schwächen. Das Projekt THERA erforscht diese Wechselwirkungen. Mit modernster Analyseverfahren machen die Forschenden Krebszellen, Immunzellen und ihre Stoffwechselprozesse im Tumor sichtbar.

T-Zell-Reaktivität und α-Synuklein im frühen und prodromalen Stadium der Parkinson-Erkrankung

Die Parkinson-Krankheit ist gekennzeichnet durch die Aggregation des Proteins α-Synuklein, vorwiegend in dopaminergen Nervenzellen. Entzündliche Prozesse tragen wahrscheinlich zur Entstehung und zum Fortschreiten der Krankheit bei. Die zugrunde liegenden zellulären und molekularen Mechanismen sind noch wenig erforscht. Anhand von menschlichen Blutproben untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Rolle einer spezifischen Untergruppe von Immunzellen, der T-Zellen, in verschiedenen Krankheitsstadien.

RESPONSE RSV – Untersuchung der Immunantwort nach Impfung gegen RSV-Infektionen bei Patientinnen und Patienten mit hämatologisch-onkologischen Erkrankungen

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) verursacht schwere Atemwegserkrankungen, besonders bei Kindern unter zwei Jahren sowie älteren und immungeschwächten Menschen, beispielsweise mit hämatologischen Erkrankungen. Obwohl RSV-Impfstoffe kürzlich zugelassen wurden, fehlen Daten zur Wirksamkeit in dieser Hochrisikogruppe. Ziel der Studie ist es, die Immunantwort auf die RSV-Impfung bei Patientinnen und Patienten mit hämatologischen Erkrankungen über 12 Monate zu untersuchen. Dabei werden sowohl die humorale (Antikörper) als auch die zelluläre Immunantwort analysiert.