Neuartige Behandlungsansätze für neuropathische Schmerzen

Das Labor für Molekulare Physiologie der somatischen Sensation am Max Delbrück Center unter der Leitung von Gary Lewin entwickelt gemeinsam mit dem Entrepreneur-in-Residence Klaas Yperman einen neuartigen therapeutischen Ansatz zur Behandlung neuropathischer Schmerzen durch gezielte Modulation des mechanosensorischen Proteins STOML3. Das Projekt zielt darauf ab, robuste akademische Erkenntnisse in eine Therapie zu überführen, die die zugrunde liegenden Mechanismen einer gestörten Berührungssensibilität adressiert.

StrokeCap in die Klinik

Das Ziel des StrokeCap-Projekts ist eine zentrale Versorgungslücke in der präklinischen Schlaganfalldiagnostik zu schließen. Schlaganfälle zählen zu den häufigsten Todesursachen und führen bei vielen Überlebenden zu dauerhaften neurologischen Einschränkungen. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist ein möglichst früher Therapiebeginn, denn „time is brain“.

Puringe – precise and contamination-free injections

Das Projekt Puringe entwickelt ein neuartiges Spritzensystem für präzise und kontaminationsfreie Injektionen, mit initialem Fokus auf intravitreale operative Medikamenteneingaben (IVOM). Kerninnovation ist eine flexible, undurchlässige Membran, die den Wirkstoff räumlich von der Spritze trennt und so eine Kontamination durch Silikonöl oder Abriebpartikel zuverlässig verhindert. Gleichzeitig fungiert die Puringe als integrierte Dosierhilfe und schließt Überdosierungen sowie unnötige Medikamentenverluste konstruktiv aus.

Regulatorische Beratung für die Genehmigung klinischer Peptidvakzine Studien zur personalisierten Immuntherapie

Personalisierte Neoepitop-basierte Immuntherapien gelten als vielversprechender Ansatz zur gezielten Behandlung von Krebserkrankungen. Die Grundlage dieser Therapien stellen patientenindividuelle, tumorspezifische Neoepitope dar, die durch somatische Mutationen entstehen und durch das Immunsystem als fremd erkannt werden können. Ausgewählte patientenindividuelle Neoepitope werden in Form synthetischer Peptide GMP-konform hergestellt und als Vakzine für die Immunisierung von Tumorpatienten eingesetzt.

IMMUNEPILOT: Analyse immunvermittelter Pathologien in verschiedenen Geweben und Lebensdauer für gezielte Immuninterventionen

Mit dem EKFS-Promotionskolleg „IMMUNE PILOT“ führt die Medizinische Fakultät der Universität Bonn Medizinstudierende frühzeitig an die Schnittstelle von Immunologie, Neurowissenschaften und Genetik heran und bereitet forschungsbegeisterte Nachwuchsmedizinerinnen und -mediziner gezielt auf eine Karriere als Clinician Scientist vor. Teilnehmende erhalten neben intensiver Betreuung, strukturierter Qualifizierung, und internationalen Austauschmöglichkeiten, auch Zugang zu einer außergewöhnlich starken Forschungsinfrastruktur.

Hämoproteine als therapeutische Zielstrukturen bei der akuten Nierenschädigung und – Regeneration

Akute Nierenschädigung ist eine der gefährlichsten Komplikationen nach großen Operationen und Transplantationen – bislang ohne gezielte Therapie. Das Projekt rückt Hämoproteine in den Fokus: Moleküle, die bei Zellschäden freigesetzt werden und die Niere erheblich belasten können.

Untersuchung des kardiorenalen Syndroms auf zellulärer Ebene: Auswirkung einer Niereninsuffizienz auf das Remodelling in humanem Myokard

Patientinnen und Patienten mit chronischer Nierenerkrankung haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und einen plötzlichen Herztod. Diese enge Wechselwirkung zwischen Herz und Niere wird als kardiorenales Syndrom bezeichnet, bei dem eine Funktionsstörung eines Organs strukturelle und funktionelle Schäden des anderen Organs verursacht oder verstärkt. Ziel dieses Projekts ist es, die Auswirkungen einer eingeschränkten Nierenfunktion auf das zelluläre Remodelling des menschlichen Herzmuskels systematisch zu untersuchen.

Else Kröner Medical Scientist Kollegs 2026

Für die Verbesserung der medizinischen Forschung ist es erforderlich, dass auch Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler medizinische Fragestellungen bearbeiten (Medical Scientists). Obwohl dies vielfach erfolgt, ist die Forschung oft theoretisch orientiert und es fehlt ein tieferes Verständnis von medizinischen Voraussetzungen, klinischen Konsequenzen und den Bedingungen ärztlichen Handelns.