Netzwerk-basierte Single-Session-Interventionen für junge Menschen während der Wartezeit auf Psychotherapie – ein personalisierter Ansatz für schnellen Zugang zu psychologischer Behandlung
In Deutschland warten Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischen Problemen häufig bis zu sechs Monate auf eine Therapie. Diese Wartezeit kann Symptome verschlimmern, Probleme chronifizieren oder zu Schulschwierigkeiten führen. Single-Session Interventionen (SSI) könnten diese Lücke überbrücken und Verschlechterungen verhindern. Die Studie prüft, ob zwei personalisierte SSIs besser wirken als eine Standard-SSI. Personalisierte SSIs konzentrieren sich auf das Symptom, das in einem individuellen Netzwerk basierend auf einem Interview oder auf Daten am stärksten mit anderen verbunden ist. Die Wirkung wird bei insgesamt 108 Jugendlichen sofort, nach einer Woche und nach einem Monat gemessen. Sind personalisierte SSI besser, könnten lange Wartezeiten so wirksam überbrückt werden.
Weitere Informationen: https://go.ur.de/nissi