Nachhaltige Unterstützung des Gemeindespitals in St Louis du Nord

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert seit 2010 das Spital St Louis du Nord in Haiti und hat über 2,6 Millionen Euro in das Projekt investiert. Nach dem Erdbeben 2010 wurde das Krankenhaus als Nothilfeprojekt errichtet und bis Ende 2016 mit Hilfe der Finanzierung der EKFS betrieben. Im Anschluss daran wurde das Krankenhaus an die haitianische Regierung übergeben. Da das Krankenhaus vor über zehn Jahren unter schweren Bedingungen als Nothilfe errichtet wurde, sind viele Baumaterialien inzwischen sanierungsbedürftig und zahlreiche medizinische Geräte müssen ausgetauscht werden.

Tackling the hidden epidemic of non-communicable diseases in sub-Saharan Africa

Situation vor Ort:

Tansania ist ein Land mit niedrigem Einkommen und einer schnell wachsenden Bevölkerung von aktuell 58 Millionen Menschen. Während erhebliche Erfolge bei der Eindämmung und Behandlung von Infektionskrankheiten erzielt werden konnten, ist die Krankheitslast bei chronischen nicht-übertragbaren Erkrankungen nach wie vor hoch. Nur an sehr wenigen Zentren im Land steht eine fachärztliche Versorgung zur Verfügung und insbesondere Menschen in ländlichen Gebieten haben meist überhaupt keinen Zugang hierzu. 
 

Verbesserung der Mutter-Kind Gesundheit

Situation vor Ort:

Insbesondere in ländlichen Regionen Mosambiks mangelt es an Zugang zu Elektrizität. Das hängt auch mit der schlechten Gesundheitsversorgung, eingeschränkten Möglichkeiten zur Kühlung von Medikamenten und erhöhten Gesundheitsrisiken aufgrund fehlender Beleuchtung in ländlichen Gesundheitsposten zusammen. Frauen und Kinder sind höheren Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Außerdem haben nur 25 % des regionalen Gesundheitspersonals eine Ausbildung, die über das Grundschulniveau hinausgeht.

Mutter- und Kinder Gesundheitsversorgung für Vertriebene an der Grenze zwischen Thailand und Myanmar

Situation vor Ort:

Malteser International arbeitet in zwei von insgesamt neun Lagern entlang der Grenze zwischen Thailand und Myanmar. Die Zahl der Flüchtlinge liegt derzeit bei fast 92.000, wobei fast 19.000 in Mae Ra Ma Luang und Mae La Oon leben. Die Flüchtlinge stammen aus Myanmar, einem Land, das von einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg geplagt wird. Es gibt zwar Waffenstillstandsabkommen, aber der Friedensprozess verläuft langsam und leidet unter den anhaltenden bewaffneten Auseinandersetzungen in verschiedenen Teilen des Landes.

Sicherstellung der Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten

Situation vor Ort:

Sierra Leone hat eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten der Welt. Das Gesundheitssystem ist durch einen Mangel an qualifiziertem Gesundheitspersonal stark beeinträchtigt. Die Ebola Epidemie von 2014 bis 2016 sowie die ländliche Abwanderung von Gesundheitspersonal hat die Situation der Mutter-Kind Gesundheitsversorgung verschärft. Lediglich 65 Hebammen stehen im Projektgebiet (900.000 Einwohner) zur Verfügung.
 

Nurses upgrading program

Situation vor Ort:

Tansania wächst jedes Jahr um ca. 1,5 Mio Menschen und rangiert unter den 30 ärmsten Ländern der Welt. Es herrscht ein eklatanter Mangel an medizinischem Personal. Die Gesundheitsversorgung wird vor allem in ländlichen Regionen von Menschen mit Krankenpflegerausbildung (Nurses) geleistet. Trotz dieses Mangels gibt es arbeitslose Nurses, da sie es sich nicht leisten können, die letzte Stufe der kostenpflichtigen Ausbildung zu bezahlen. Diese letzte Stufe ist notwendig, damit sie in Krankenstationen auch ohne ärztliche Aufsicht behandeln dürfen.

Tuberkulose-Projekt in Howrah/Kolkata

Situation vor Ort:

Tuberkulose (TB) ist ein großes Problem in den innerstädtischen Slums der indischen Metropolen. Die Ausbreitung wurde durch die Corona-Pandemie noch verstärkt, da viele Tuberkulose-Patient*innen in den vergangenen Monaten keinen Zugang zu der dringend notwendigen Therapie hatten. Die innerstädtischen Slums von Howrah sind sehr dicht besiedelt. Sie werden überwiegend von Muslim*innen bewohnt, die unter der derzeitigen Regierung Diskriminierungen ausgesetzt sind.

Fortbildungsprogramm für psychiatrische Zentren in Westafrika

Situation vor Ort:

Das Leid psychisch Kranker in Westafrika ist dramatisch: Sie leiden unter massiver Stigmatisierung, werden teilweise angekettet, eingesperrt oder leben obdachlos auf der Straße. In der Bevölkerung sind die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten oft unbekannt. Die moderne Psychiatrie ist kaum entwickelt oder schwer zugänglich, v.a. im ländlichen Raum existiert eine gravierende Unterversorgung.