Augsburger Nachwuchsprogramm für Organismus, Nervensystem und Umwelt (ARISE)

Es gibt viele Patientinnen und Patienten, die aufgrund eines Schlaganfalls, Depressionen oder chronischer Schmerzen einen hohen Leidensdruck haben. Die Projektgruppe nimmt an, dass diese Erkrankungen des Nervensystems stark in ihrer Ausprägung durch die Umwelt beeinflusst werden. Umwelteinflüsse können im Wetter, Luftschadstoffen, aber auch im sozialen Umfeld liegen. Bisher mangelt es an der Verknüpfung der Erkenntnisse aus Grundlagenforschung, Umweltwissenschaften sowie datenbasierter und klinischer Medizin.

Translationale Präzisionsmedizin chronischer Lungenerkrankungen

Dr. Jonas C. Schupp und sein Team erforschen im Rahmen der EKFS geförderten Projekte chronische Lungenerkrankungen, speziell interstitielle Lungenerkrankungen, sowie das chronische Lungentransplantatsversagen. Das Ziel seiner Forschung ist die Entwicklung präziser Behandlungsansätze, d. h. neuer, genau auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten zugeschnittener Therapien.

Perinatale Immunologie

In Deutschland wird eines von zwölf Kindern zu früh geboren, zehn Prozent dieser Kinder kommen bereits vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt. Frühgeburtlichkeit ist der zweithäufigste Grund für Kindersterblichkeit in den ersten fünf Jahren und einer der Hauptgründe für lebenslange Beeinträchtigungen. Sowohl das Auftreten von Frühgeburtlichkeit an sich, als auch die Entstehung von Komplikationen bei Frühgeborenen hängen in vielen Fällen eng mit einer nicht adäquaten Reaktion des Immunsystems zusammen. PD Dr.

Was wirkt am besten und für wen? - Optimierung der Expositionsbehandlung und Prädiktoren für den Behandlungserfolg

Die Expositionstherapie ist die erste Wahl bei der Behandlung von Angststörungen. Dennoch erleben 30-50% der behandelten Patientinnen und Patienten eine nur geringe Symptomreduktion oder Rückfälle. Unsere Forschung soll die Expositionstherapie daher optimieren. Dazu werden wir mit einem innovativen adaptiven Bayes‘schen Studiendesign die zugrundeliegenden Wirkmechanismen der Expositionstherapie untersuchen, die Überlegenheit kleinerer Anpassungen der Behandlung (z.B. positiver Affekt) testen und klinische und neurobiologische Prädiktoren für den Behandlungserfolg identifizieren.

Organotypische Schnittkulturen des duktalen Adenokarzinoms des Pankreas – eine präklinische Multi-OMICs Studie zur Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist einer der häufigsten krebsbedingten Todesursachen weltweit. Bei den meisten Patientinnen und Patienten kann der Tumor nicht durch eine Operation entfernt werden, so dass medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten eine große Rolle spielen. Die Biologie jedes einzelnen Tumors ist sehr unterschiedlich, so dass personalisierte Therapien immer wichtiger werden. Mit diesem Projekt soll ein Modell etabliert werden, bei dem der Tumor als intakter Gewebsschnitt kultiviert und für die individuelle Therapietestung genutzt wird.

Else Kröner Memorialstipendien 2024

Wissenschaftliches Arbeiten ist auch an Universitätseinrichtungen für Ärztinnen und Ärzte mit besonderen Herausforderungen und Problemen verbunden. Eines liegt darin, dass die Anforderungen der klinischen Arbeit zu Beginn der beruflichen Karriere keine zusammenhängende Forschungszeit für die Konzentration auf ein wissenschaftliches Forschungsvorhaben erlauben.