CCL25-basierte Geweberegeneration bei Osteoarthritis

CCL25 (C-C motif chemokine ligand 25) wurde an der Charité-Universitätsmedizin, Berlin, als wirksamer Lockstoff für mesenchymale Stromazellen (MSC) identifiziert. Mesenchymale Stromazellen sind bekannt für ihre regenerativen und anti-inflammatorischen Eigenschaften und bieten eine neue Perspektive zur Behandlung degenerativer Erkrankungen wie z. B. der Osteoarthrose. Züchtung und Transplantation von Zellen sind jedoch mit hohen Kosten und großem logistischen Aufwand verbunden.

Produktion von oligomeren Vogelgrippevakzinekandidaten in planta und ihre praktische Testung

Zoonosen sind eine Quelle immer wieder neu auftretender Infektionskrankheiten, welche von Tieren auf den Menschen übertragen werden können. Eine der bekanntesten Zoonosen, die Vogelgrippe, wird durch einen hochpathogenen Influenza A-Virus verursacht, der durch Direktkontakt auch Menschen befallen kann. Aufgrund der schnellen und einfachen Verbreitung durch Vögel und der damit verbundenen Pandemie-Gefahr gibt es beständige Bestrebungen, den Infektionserreger der Vogelgrippe durch Impfungen einzudämmen.

Entwicklung therapeutischer kardialer Telozyten zur Verhinderung des Herzversagens nach einem akuten Myokardinfarkt

Fast jeder vierte Deutsche stirbt dem Bericht der Deutschen Herzstiftung zufolge an einer Herzerkrankung. Dabei steht der Herzinfarkt an erster Stelle mit mehr als 200.000 betroffenen Patienten und ca. 50.000 Todesfällen im Jahr. Oft entwickelt sich durch den Infarkt eine Herzinsuffizienz (Herzversagen), und die Transplantation ist die letzte verbliebene Therapiemöglichkeit. Damit stellt der Infarkt nicht nur ein ernsthaftes gesundheitliches Problem, sondern auch eine bedeutende ökonomische Herausforderung für das Gesundheitssystem dar.

Etablierung einer zentralen Serviceleistung für den schnellen, genauen und sensitiven Erregernachweis bei Verdacht auf Dermatophytosen

Jeder dritte Europäer leidet an Infektionen mit Nagel- oder Hautpilzen und damit verbundenen Schmerzen, Missempfindungen und Schamgefühlen. In der Regel müssen die Patienten lange auf einen Arzttermin warten, weshalb sich viele mit rezeptfreien Produkten selbst behandeln. Wird doch ein Arzt konsultiert, sind die ihm zur Verfügung stehenden Diagnostika in der Regel nicht sensitiv genug und sehr zeitaufwendig. In beiden Fällen werden Patienten oft ohne vorherige genaue Bestimmung des Erregers behandelt, was in bis zu 50 % der Fälle zu Therapieversagen führt. 

Inhibition der Rho Kinase als krankheitsmodifizierende Therapiestrategie für neurodegenerative Erkrankungen

Das Projekt von Prof. Lingor vom Klinikum rechts der Isar der TU München beschäftigt sich mit neuen krankheitsmodifizierenden Therapiemöglichkeiten für neurodegenerative Erkrankungen, wie z. B. die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) oder den Morbus Parkinson. In Vorarbeiten konnte seine Arbeitsgruppe zeigen, dass Inhibition von Rho-associated protein kinase (ROCK) zu histologischen und funktionellen Verbesserungen in Tiermodellen der genannten Erkrankungen führt.

EKFS wählt die TU Dresden für 40 Mio. Euro Förderung aus

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) hat die Entscheidung in der Ausschreibung von Fördermitteln in Höhe von 40 Millionen Euro über zehn Jahre für ihr Modellvorhaben in der klinischen Forschung getroffen: Die Technische Universität Dresden wurde mit ihrem Antrag für den Aufbau des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Digitale Gesundheit ausgewählt.

Ausschreibungs- und Auswahlprozess

Impfstoffe aus der Pflanze – Neues Projekt zur Entwicklung kostengünstiger Vogelgrippe-Vakzinen angelaufen

In jahrelanger enger Zusammenarbeit haben Forscher des IPK Gatersleben und des IBT Hanoi eine Methode zur Produktion von Vogelgrippevakzinen in Pflanzen entwickelt. Nun geht es in einem neuen Projekt um die praktische Anwendung der bisherigen Ergebnisse und um die Entwicklung von preiswerten und stabilen Vogelgrippevakzinen. Diese sollen baldmöglichst dazu dienen, erneute Vogelgrippe-Epidemien abzuwenden.
 

Neues Forschungskolleg ausgeschrieben: Eine Million für Forschung zu seltenen Erkrankungen

Das mit insgesamt 1 Million Euro für eine Laufzeit von drei Jahren dotierte Forschungskolleg soll wissenschaftlich hochtalentierten jungen Ärztinnen und Ärzten ermöglichen, Forschung und Patientenversorgung effektiv zu verbinden und so den Transfer von Forschungsergebnissen in die Therapie von Menschen mit seltenen Erkrankungen zu verbessern.

Else Kröner-Exzellenzstipendien: Förderung für sechs klinisch und wissenschaftlich tätige Mediziner

Mit Hilfe der Exzellenzstipendien werden sie zwei Jahre vollständig von ihrer klinischen Tätigkeit freigestellt, um ein besonders vielversprechendes und für ihre Karriere richtungsweisendes medizinisches Forschungsvorhaben umzusetzen. „Wissenschaftliches Arbeiten ist an Universitätseinrichtungen für Ärzte mit besonderen Herausforderungen verbunden – denn häufig erlauben die Anforderungen der klinischen Arbeit keine zusammenhängende Forschungszeit“, erläutert Prof. Dr. Michael Madeja, wissenschaftlicher Vorstand der EKFS.