Reguläre Förderlinie

Neben direkter medizinischer Hilfe für Patientinnen und Patienten sowie Maßnahmen zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur vor Ort unterstützt die Stiftung medizinische Aus- und Weiterbildungsprojekte in Entwicklungsländern.
Risikoschwangerschaften

Medizinisches „capacity building“ wird auf allen Ebenen des Gesundheitssystems gefördert. Auf diese Weise möchte die Stiftung Hilfe zur Selbsthilfe und damit einen möglichst nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Situation vor Ort leisten.

Im Fokus der Förderung steht die medizinische Aus- und Weiterbildung – vom Gesundheitshelfenden auf dem Land über Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer bis hin zu Fachärztinnen und Fachärzten an der Universität. Langfristig sollen die Projekte von den einheimischen Schwestern sowie Ärztinnen und Ärzten selbst fortgeführt werden. Hierfür ist essentiell, auch vor Ort ein adäquates Umfeld und Anreize zu schaffen, um der Abwanderung von qualifiziertem Personal vorzubeugen: durch die Verbesserung der lokalen medizinischen Infrastruktur, die Schaffung lokaler Netzwerke, Kooperationen mit Kliniken, Universitäten, Wirtschaftsunternehmen und der Politik. Besonderer Wert wird auf den Einbezug lokaler Partnerinnen und Partner in Projektplanung und -implementierung gelegt.

Die Antragstellenden der Stiftung im medizinisch-humanitären Bereich sind öffentlich-rechtliche Gesundheitseinrichtungen, wie Universitätskliniken, Krankenhäuser und gemeinnützige Organisationen und Vereine mit medizinischer Ausrichtung aus Deutschland oder dem europäischen Ausland.


Eine Antragstellung mit Projektkomponenten in folgenden Bereichen ist jederzeit möglich:

Direkte medizinische Hilfe und verbesserte Gesundheitsversorgung:
  • Verbesserung der stationären und ambulanten Patientenversorgung, z.B. Aufbau oder Förderung von Behandlungszentren, Einführung neuer Behandlungsmethoden.
  • Aufbau von Präventions- und Informationsprogrammen, z.B. Förderung von regionalen Gesundheitsberatungsstellen oder von lokalen Netzwerken von Helferinnen und Helfern sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
Medizinische Aus- und Weiterbildung:
  • Direkte Aus- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal, z. B. Gesundheitshelferinnen und -helfer, Hebammen, Krankenpflegerinnen und -pfleger, Clinical Officers, medizinisch-technische Berufe, Studierende, Ärztinnen und Ärzte
  • Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, z. B. durch Aufbau von Lehrinstituten, Förderung spezifischer Ausbildungsprogramme oder durch die Verbesserung von Lehrmaterialien
  • Medizinische Datenerhebung und -auswertung ausschließlich mit medizinisch-humanitärer Zielsetzung
Was wir nicht fördern:

Wir fördern nicht:

  • Privatpersonen
  • Einzelfallhilfen
  • Nothilfemaßnahmen bei akuten Katastrophen
  • Projekte ohne medizinischen Schwerpunkt
  • Bauprojekte
  • Projekte in Deutschland, der EU oder anderen Nicht-Entwicklungsländern
  • Kommerziell ausgerichtete oder nicht gemeinnützige Projekte


Antragstellung:

Eine Antragstellung ist jederzeit möglich. Der humanitäre Aspekt des Projekts muss klar erkennbar sein. In begründeten Fällen können Folgeanträge gestellt werden für die Fortsetzung eines Projekts; dies ist erst nach Projektabschluss, Übersendung des Abschlussberichts sowie des Mittelverwendungsnachweises möglich.

Anträge werden ausschließlich via E-Mail an antrag-humanitaer@ekfs.de angenommen.

Gliederung des Antrages

Der Antrag muss in drei separat abgespeicherte PDFs gegliedert sein:

  • A Projektbeschreibung,
  • B Institutionen und Personen,
  • C Anlagen (z. B. Bescheinigung der Gemeinnützigkeit, behördliche Genehmigungen, Kooperationsbestätigungen, Referenzschreiben, Einverständniserklärung DSGVO).
Checkliste erforderlicher Anlagen

Bitte beachten Sie unbedingt die Checkliste der erforderlichen Anlagen:

  • Lebensläufe und ggf. Publikationen der Antragstellenden und der wichtigen Projektbeteiligten  
  • diverse Referenzschreiben 
  • Kooperationszusage beteiligter Partnerinnen und Partner sowie wenn möglich der staatlichen Gesundheitsbehörden im Projektland
  • Nachweis der Gemeinnützigkeit der antragstellenden Organisation
  • Nachweis oder Erklärung, dass alle Projektpartnerinnen und -partner unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Nationalität Hilfe leisten
  • Erklärung, dass eine Förderung des eingereichten Projektes bei keiner anderen Förderinstitution eingereicht ist oder Beifügung des parallel eingereichten Antrags mit Angabe der Förderinstitution
  • Auflistung der Förderungen, die das Projekt aktuell erhält
  • behördliche Genehmigungen, nationale Akkreditierung von Ausbildungsprogrammen etc. 
  • ggf. Ethikvotum 
  • ggf. Angebote für beantragte Geräte (bei Einzelanschaffungskosten über 10.000 €, Erläuterungen zur Auswahl des beantragten Gerätes und mindestens zwei Angebote verschiedener Hersteller)
  • Einverständniserklärung zur Speicherung der Daten

Bitte beachten Sie die Hinweise zur Antragstellung (siehe Downloads weiter unter).

Erstantragstellerinnen und -antragstellern wird empfohlen, vor Antragseinreichung telefonisch oder per E-Mail für eine Beratung Kontakt mit der Stiftung aufzunehmen.

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Dr. Jochen Bitzer
medizinisch-humanitäre Entwicklungszusammenarbeit (humanitäre Förderung)
Portrait Dr. Judith von Heusinger
Dr. Judith von Heusinger
medizinisch-humanitäre Entwicklungszusammenarbeit (humanitäre Förderung)

Downloads

Hinweise für Antragsteller für medizinisch-humanitäre Projekte
Hinweise für die Erstellung eines Zwischenberichts
Hinweise für die Erstellung eines Abschlussberichts
Anforderungen an den Mittelverwendungsnachweis
des/der Antragsteller zur Speicherung von Daten