Kurzbeschreibung:
Die CAR-T-Zelltherapie ist eine neuartige Behandlungsform, bei der körpereigene Immunzellen, sogenannte T-Zellen, gentechnisch derartig modifiziert werden, dass sie Krebszellen gezielt erkennen und zerstören können. Dieses moderne Therapieverfahren hat die Behandlung von Erkrankten mit bösartigen Lymphomen in den letzten Jahren revolutioniert.
In sehr seltenen Fällen wurden nach der CAR-T-Zelltherapie aber sekundäre Krebserkrankungen, sogenannte T-Zell-Lymphome, beobachtet. In enger Zusammenarbeit haben nun Forscher aus Düsseldorf, Kiel, Heidelberg und Berlin nachweisen können, dass Mutationen in den Stammzellen bereits vor der T-Zelltherapie bestanden und maßgeblich zur Ausbildung des T-Zell-Lymphoms beigetragen haben. Dieses Phänomen bezeichnet man als Klonale Hämatopoese. Einen Hinweis darauf, dass der Mechanismus der CAR-T-Zelltherapie selbst die Entstehung des Lymphoms verursacht hat, wurde nicht gefunden und dürfte die zuletzt steigende Verunsicherung rund um die CAR-T-Zelltherapie reduzieren.
Publikation:
Guido Kobbe, M.D., Monika Brüggemann, M.D., Ben-Niklas Baermann, M.D., Laura Wiegand, Heiko Trautmann, Ph.D., Schayan Yousefian, M.Sc. https://orcid.org/0000-0003-0902-0369, Silvana Libertini, Ph.D., +30, Frederik Damm, M.D. and Sascha Dietrich, M.D., Published October 2, 2024, N Engl J Med 2024.
Zum Paper: https://www.nejm.org/doi/abs/10.1056/NEJMoa2402730
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