Else Kröner Memorialstipendien

Freiraum für Forschung: Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung möchte besonders begabte und motivierte klinisch sowie wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte am Beginn ihres Berufsweges unterstützen.
Laboratory

Durch eine zweijährige Freistellung von klinischen Aufgaben soll ein besonders erfolgversprechendes medizinisches Forschungsvorhaben signifikant weitergebracht werden. Damit soll der Grundstein zur wissenschaftlichen Selbständigkeit und zur Karriere als Clinician Scientist gelegt werden.

Die Else Kröner Memorialstipendien sind Individualstipendien für junge Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildungsphase, die ein zweijähriges Forschungsprojekt umsetzen wollen. Das Stipendium ist mit insgesamt 230.000 € dotiert, von denen bis zu 80% für die Finanzierung des eigenen tariflichen Gehalts verwendet werden können. Bundesweit werden sechs Stipendien vergeben. Interessierte Ärztinnen und Ärzte bewerben sich bitte persönlich.

Bitte beachten Sie, dass die Else Kröner Memorialstipendien regelmäßig ausgeschrieben werden. Unsere aktuellen Ausschreibungen finden Sie im Menü "Aktuelles" unter Ausschreibungen.

Anne Asschenfeldt
Anne Asschenfeldt
laufende Projektförderung und Stipendien (wissenschaftliche Förderung)

Else Kröner Memorialstipendien 2022

Dr. Michael S. Balzer, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie, Charité – Universitätsmedizin

Projekt: Endophenotypes of kidney disease progression at the single cell level 

Akutes Nierenversagen führt trotz immenser Reparaturreserven der Niere häufig zu chronischer Nierenerkrankung (weltweit sind davon über 850 Mio. Menschen betroffen). Das Projekt nutzt moderne Einzelzell-Analyse zellulärer Signaturen („Endophänotypen”) sowohl von erfolgreicher als auch in Vernarbung mündender Regeneration. Ziel ist die Revolutionierung klassischer Denkmuster in der Charakterisierung von Nierenerkrankungen.

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Dr. Julius C. Fischer, Klinik und Poliklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, Technische Universität München (TUM)

Projekt: Einfluss hormoneller Regelkreise auf die Antitumor-Immunantwort nach Strahlentherapie

In der Nachwuchsarbeitsgruppe werden Mechanismen erforscht, um Therapieerfolge nach Strahlentherapien oder kombinierten Strahlenimmuntherapien zu verbessern. Im Rahmen dieses Projekts soll der Einfluss spezifischer hormoneller Regelkreise auf die Entwicklung einer Tumor-spezifischen Immunantwort nach Strahlentherapie bzw. der Kombination aus Strahlentherapie und Immuntherapie erforscht werden. 

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Dr. Alexandru-Emil Matei, Klinik für Rheumatologie und Hiller Forschungszentrum, Universitätsklinikum Düsseldorf und Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Projekt: Fortgeschrittene organotypische Fibrosemodelle für pathophysiologische Studien und zur Erprobung neuer therapeutischer Ansätze

Die gängigen Fibrosemodelle reproduzieren nur eingeschränkt die Pathogenese fibrotischer Erkrankungen. Ziel ist es, komplementäre Fibrosemodelle aus verschiedenen humanen Zelltypen mit unterschiedlicher Komplexität und Durchsatz zu etablieren, die fibrotische Erkrankungen besser nachstellen und somit eine höhere Vorhersagekraft für die Verwendung antifibrotischer Substanzen im Menschen bieten können.

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Dr. Julien H. Park, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Allgemeine Pädiatrie, Universitätsklinikum Münster

Projekt: N-Acetylmannosamin als potentielle Therapie für Golgi-Homöostasestörungen

Golgi-Homöostasestörungen sind schwerwiegende Stoffwechselerkrankungen aus der Gruppe der Congenital disorders of glycosylation. Im Rahmen des Projektes werden die ursächlichen Pathomechanismen untersucht und ein potentielles Therapeutikum am Zellmodell geprüft. Die Untersuchungen haben das Potential, als Grundlage für die Behandlung häufiger Erkrankungen des zentralen Nervensystems zu dienen.

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Dr. Robert Seifert, Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Essen und Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Münster

Projekt: Innovative Strategien zur Optimierung von randomisierten therapeutischen Studien durch molekulare Bildgebung und künstliche Intelligenz

In diesem Vorhaben soll untersucht werden, ob mit Hilfe der künstlichen Intelligenz die individuell optimale Therapie für Patienten mit Prostatakrebs gefunden werden kann. Die aktuell verwendeten Kriterien zur Therapieauswahl werden der Komplexität der Erkrankung häufig nicht gerecht. Daher sollen künstliche Intelligenz und molekulare Bildgebung für die Therapieauswahl erforscht werden.

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Dr. Florian Tran, Klinik für Innere Medizin I & Institut für klinische Molekularbiologie, UKSH Kiel

Projekt: Longitudinales, räumlich aufgelöstes Multi-Omics-Profiling zur Untersuchung zur Charakterisierung von Remission unter Biologika-Therapie bei Colitis Ulcerosa

Das Ziel dieses Projekts ist die Identifikation neuer molekularer Prädiktoren für langfristige Remission bei Patientinnen und Patienten mit Colitis Ulcerosa im Rahmen einer Biologika-Therapie. Hierfür werden mittels moderner Sequenziertechnologien komplexe molekulare Signale mit räumlicher Auflösung (räumliche Multi-Omics) in Darmgewebsproben von betroffenen Patientinnen und Patienten untersucht.

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Else Kröner Memorialstipendien 2021

Dr. Fabian Braun, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Ausschüttung und Signatur podozytenspezifischer Extrazellularvesikel bei der membranösen Nephropathie

Die Zellen unseres Körpers kommunizieren unter anderem durch Extrazellularvesikel (EVs). Unser Ziel ist, die Zusammensetzung von podozytenspezifischen EVs zu verstehen und zu klären, wie sich diese bei der Membranösen Glomerulonephritis verändert. Dies bietet die Chance neue Krankheitsmechanismen aufzudecken und nicht-invasive diagnostische Strategien für Patientinnen und Patienten zu entwickeln.

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Dr. Sied Kebir, Universitätsklinikum Essen

Multizentrische Studie zur Deep-Learning-basierten Prädiktion des MGMT-Gen-Promotor-Methylierungsstatus aus digitalisierten Schnittpräparaten beim IDH-Wildtyp-Glioblastom

Mit dem Else Kröner Memorialstipendium soll die Durchführung eines multizentrischen europaweiten Projektes unterstützt werden. Ziel ist es, ein Deep-Learning-Modell zu entwickeln, das mithilfe künstlicher Intelligenz wichtige Hirntumormarker (MGMT-Gen Promotor Methylierungsstatus) bei von besonders aggressiven Hirntumoren (Glioblastom) betroffenen Patientinnen und Patienten vollautomatisch vorhersagen kann. Dieses Tool kann dabei helfen, die nachgeschaltete Therapie der Erkrankten, die vom Methylierungsstatus des MGMT-Gen Promotor abhängt, rascher und effizienter zu planen.

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Dr. Costanza Pellegrini, Deutsches Herzzentrum München

IMPACTAVI – Verbesserung der Beurteilbarkeit des Schweregrads einer koronaren Herzerkrankung mit NIRS-IVUS bei Patientinnen und Patienten mit kathetergestützter Aortenklappenimplantation

Die IMPACTTAVI-Studie befasst sich mit der Identifizierung von „relevanten“ Koronarstenosen mit der neuen intravaskulären NIRS-IVUS Bildgebung, die unabhängig vom Vorliegen einer Aortenklappenstenose eingesetzt werden kann. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob es der Einsatz von NIRS-IVUS ermöglicht, Patienten mit erhöhtem Risiko für kardiale Ereignisse zu identifizieren, um in Zukunft eine individualisierte Behandlung anbieten zu können.

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Dr. Roman Sankowski, Universitätsklinikum Freiburg

Aktivierung repetitiver Genomsequenzen zur Steigerung der Immunogenität maligner Hirntumore

Glioblastome sind die häufigste maligne Krebserkrankung des Gehirns. Selbst unter maximaler Therapie führen sie innerhalb von ein bis zwei Jahren zum Tod. Leider sind Immuntherapien, die bei anderen Tumorentitäten effektiv sind, bei Glioblastomen bisher nicht wirksam. Einer der möglichen Erklärungsansätze liegt in der Beobachtung, dass Glioblastome ein Milieu aufweisen, das das Immunsystem unterdrückt. Im Rahmen des vorliegenden Projekts soll durch eine gezielte Aktivierung von repetitiven Genomsequenzen das Immunsystem in einem Mausmodell für Glioblastome aktiviert werden. Es wird untersucht, wie Lymphozyten vom adaptiven und Makrophagen vom angeborenen Immunsystem auf eine solche Aktivierung reagieren. Aus den Ergebnissen sollen Erkenntnisse für neuartige Immuntherapien von Glioblastomen gewonnen werden.

Dr. Philipp Sievers, Universitätsklinikum Heidelberg und Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg

Identifizierung der morpho-molekularen Heterogenität und der Resistenzmechanismen in Gliosarkomen

Einer der wesentlichen Faktoren der Therapieresistenz von Glioblastomen, den häufigsten und unweigerlich zum Tode führenden primären Gehirntumoren, ist die intratumorale Heterogenität. Innerhalb dieser Tumore finden sich „genetisch“ unterschiedliche Tumorzellsubpopulationen (Tumorzellklone), von denen einige gegenüber den herkömmlichen Behandlungsansätzen resistent sind und unter Therapie selektioniert werden. Gliosarkome stellen einen Subtyp an Glioblastomen dar und gelten als Paradebeispiel für die intratumorale Heterogenität. Das Ziel des vorliegenden Projektes umfasst die Charakterisierung der intratumoralen Heterogenität von Gliosarkomen mittels Einzelzell-Sequenzierung. Aus dem damit einhergehenden Erkenntnisgewinn kann der Einfluss einzelner Tumorzellklone auf das tumorbiologische und therapeutische Geschehen eingeordnet und in therapeutische Strategien integriert werden.

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Dr. Sharmili Edwin Thanarajah, Universitätsklinikum Frankfurt

Die Rolle zentraler Insulinresistenz bei der Entstehung depressiver Symptome

Diabetes und Depressionen treten häufig gemeinsam auf und sind weltweit die führenden Ursachen von Behinderungen. Wie diese beiden Erkrankungen jedoch zusammenhängen, ist bislang unklar. In dieser Studie soll mittels Gehirn-Bildgebung, Verhaltensexperimenten und Blutuntersuchungen untersucht werden, ob das verminderte Ansprechen auf das Stoffwechselhormon Insulin sowie chronische Entzündungsprozesse zu Veränderungen im Gehirn führen und zur Entstehung depressiver Symptome beitragen.

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Else Kröner Memorialstipendien 2020

Dr. Katrin Böttcher, Ph.D., TUM München

Metabolische Regulation der antimikrobiellen Funktion von MAIT cells im Kontext der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung

Wir wollen untersuchen, ob bei Patientinnen und Patienten mit Fettlebererkrankung die antibakterielle und/oder antivirale Funktion semi-innater Immunzellen, der sog. MAIT cells, gestört ist. Insbesondere möchten wir erforschen, ob ein veränderter Stoffwechsel die Ursache für die Funktionseinschränkung von MAIT cells ist und so neue Ansatzpunkte für die Entwicklung therapeutischer Konzepte entwickeln. 2020 für zwei Jahre bewilligt.

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Dr. Felix Brandl, Ph.D., TUM München

Neurokognitive Mechanismen von beeinträchtigtem Belohnungsbezogenem Entscheidungsverhalten bei Schizophrenie

Bei der Schizophrenie sind neben Symptomen wie Wahn und Halluzinationen auch Motivation und Entscheidungsverhalten beeinträchtigt, was wesentlich zu den Alltagseinschränkungen der Patientinnen und Patienten beiträgt. Wir erforschen die zugrundeliegenden Mechanismen dieser Symptome mit Gehirn-Bildgebung und Computer-gestützten Lernaufgaben bei Erkrankten und Gesunden. 2020 für zwei Jahre bewilligt.

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Dr. Dieter Heiland, Universitätsklinikum Freiburg

Die Rolle des Tumormikromilieus bei der T-Zell-Erschöpfung und Immunität von malignen ZNS-Tumoren

Glioblastome sind maligne Tumore des zentralen Nervensystems. Eine Immuntherapie war bislang nicht erfolgversprechend. In dem geförderten Projekt erhoffen wir uns, detailliertes Wissen über die dynamischen Veränderungen des Immunsystems in malignen Hirntumoren zu generieren und potentielle Angriffsziele für neue Immuntherapien zu identifizieren.
2020 für zwei Jahre bewilligt.

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Dr. Tilman Jobst-Schwan, Universitätsklinikum Erlangen

Die Autotaxin-Lysophosphatidsäure-Achse als Corticosteroid-Ziel in der Pathophysiologie des nephrotischen Syndroms

Das nephrotische Syndrom ist eine Nierenerkrankung mit Eiweißverlust über den Urin, Wassereinlagerungen und veränderten Blutfetten. Wir denken, dass beim nephrotischen Syndrom die Zusammensetzung einer bestimmten Klasse von Fettmolekülen im Blut verändert ist und dass die Standardtherapie mit Steroiden diese Veränderungen positiv beeinflusst. 2020 für zwei Jahre bewilligt.

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Dr. Verena Klämbt, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die Rolle von ARHGEF6 als genetische Ursache von Kongenitalen Anomalien der Nieren und ableitenden Harnwege

Dr. Klämbt hat mithilfe von Sequenzierungen des Erbgutes von Kindern mit Nierendefekten ARHGEF6 als ein neues krankheitsrelevantes Gen entdeckt. Die Funktion von ARHGEF6 wird nun in der Nierenentwicklung und Krankheitsentstehung analysiert, um den Mechanismus der Krankheitsentstehung besser zu verstehen und den Weg für neue Therapiestrategien zu ebnen. 2020 für zwei Jahre bewilligt.

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Dr. Carmen Mota Reyes, TUM München

Verstärkung der Immunantwort im Pankreaskarzinom durch Transplantation von Tumorlysate-gepulsten dendritischen Zellen

Die Tumor-Antigenpräsentation durch dendritische Zellen findet weitgehend in tertiären lymphatischen Organen (TLO) statt. Unser Ziel ist es, die Rolle von TLO als Regulatoren der antitumoralen Immunantwort zu eruieren, welche ein Lösungskonzept gegen die Therapieresistenz des Pankreaskarzinoms hervorbringen könnte. 2020 für zwei Jahre bewilligt.

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Übersicht der derzeit laufenden Else Kröner Memorialstipendien

Dr. Michael Breckwoldt, Universitätsklinikum Heidelberg

"Präklinische Rolle und Visualisierung von Immun-Effektorzellen in der Tumormikroenvironment von Gliomen und klinische Translation von Immuno-Imaging Biomarkern". 2019 für zwei Jahre bewilligt.

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Dr. Lukas Bunse, Universitätsmedizin Mannheim

"Mechanismen hirntumorreaktiver T-Helferzellen im Kontext immuntherapeutischer Interventionen". 2019 für zwei Jahre bewilligt.

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Dr. Anastasios Giannou, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Zentrum für Innere Medizin

"Analysis of the role of IL-22 and IL-22BP in liver metastasis". 2019 für zwei Jahre bewilligt.

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Dr. Dr. Tim Godel, Universitätsklinikum Heidelberg

"Die sensible Nervenzelle - Multimodale in-vivo Bildgebung primärer, sensibler Neurone im Rahmen der schmerzhaften Neuropathie des Morbus Fabry". 2019 für zwei Jahre bewilligt.

Dr. David Simon, Universität Erlangen

"MR- and optoacoustic based Immunometabolic Profiling of Rheumatoid Arthritis". 2019 für zwei Jahre bewilligt.

Ausführliche Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom 14.08.2019.

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