The biochemical dissection of TDP-43 proteinopathies

Ein typisches Krankheitsmerkmal im Gehirn neurodegenerativer Erkrankungen wie der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) und der frontotemporale Demenz (FTD) ist die Ablagerung des Proteins TDP-43.  TDP-43 lagert sich bereits Jahre vor Krankheitsbeginn ab. Bisher kann der krankheitstypische Marker TDP-43 jedoch zu Lebzeiten nicht im Blut oder Nervenwasser von Patienten gemessen werden und verzögert damit eine definitive und frühzeitige Diagnose. Dies verzögert die Entwicklung spezifischer Therapien.

März 2023 $$ Tissue resident iNKT17 cells facilitate cancer cell extravasation in liver metastasis via interleukin-22

Kurzbeschreibung:

Interleukin-22 (IL-22) wird von Immunzellen produziert und fördert die Gewebereparatur und Regeneration; bei bösartiger Malignität kann IL-22 jedoch das Tumorwachstum fördern. Giannou et al. stellen fest, dass im Gewebe gewebeständige iNKT17-Zellen IL-22 produzieren und die Extravasation von Krebszellen fördern - durch Regulierung der Aminopeptidase N. Die Neutralisierung von IL-22 hemmt die Metastasenbildung, was therapeutische Wege für die Krebsbehandlung aufzeigt.

Interview mit Akiko Iwasaki – Preisträgerin des Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Forschung 2023

Liebe Frau Iwasaki, herzlichen Glückwunsch zum Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Forschung 2023. Ein Teil Ihrer Arbeit konzentriert sich auf postakute Infektionssyndrome (PAIS). Dazu gehören unter anderem Long COVID sowie Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Welche Forschungsergebnisse konnten Sie auf den Gebieten erzielen?

Aufschluss über Wirkungen des SVA-F Retrotransposons auf Chromatin, Transkription und Genregulation

Transponierbare Elemente (TE) sind in der DNA fast aller Organismen enthalten, und obwohl sie lange Zeit als "Junk"-DNA angesehen wurden, wird ihre Rolle bei menschlichen Krankheiten zunehmend erkannt. Dieser Antrag zielt darauf ab, die Rolle einer Unterklasse von TE – SVA Retrotransposons – zu untersuchen, die in >2700 Kopien im menschlichen Genom vorkommen. Die geplanten Experimente zielen auf ein besseres Verständnis der durch SVA ausgelösten molekularen Prozesse ab, sowohl auf lokusspezifischer als auch auf genomweiter Ebene.

Entschlüsselung des Post-COVID-19-Syndroms: Tiefe Phänotypisierung einer komplexen Erkrankung

Das Post-COVID-19-Syndrom bezeichnet eine Multisystemerkrankung, die in Folge einer SARS-CoV-2 Infektion auftritt. Die Symptome sind vielfältig und häufig neurologischer Natur. Etwa 10-15% aller COVID-19 Infizierten sind von einem Post-COVID-19-Syndrom betroffen, das in einigen Fällen zu massiven Alltagseinschränkungen führen kann. Die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie sind aktuell noch limitiert. 

Neurogenese bei infektionsbedingter Epilepsie

Epilepsien gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Ein hohes Risiko für Anfälle besteht während und nach Infektionen des Gehirns, wobei noch sehr wenig über die Mechanismen der Anfallsentstehung bekannt ist. Die Forschenden untersuchen, ob infektionsbedingte Anfälle die Bildung und Ausreifung von Nervenzellen (Neurogenese) verändern und so zur Entstehung von chronischer Epilepsie oder kognitiven Einschränkungen beitragen könnten.