Ukraine-Hilfsfonds

Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert Ukraine-Projekte
Ukraine-Nothilfe

Angesichts des großen Elends und der Probleme der Menschen im Kriegsgebiet der Ukraine, aber auch der nach Deutschland geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer hat die EKFS seit Frühjahr 2022 ein Förderbudget für medizinische Ukraine-Nothilfe zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2022 konnten bereits über zwei Millionen Euro bewilligt werden. Der Topf wurde für 2023 zunächst mit einer weiteren Million Euro aufgestockt.

Entsprechend dem Stiftungszweck kann das Geld ausschließlich für medizinische Projekte eingesetzt werden. Die EKFS sieht vor, die Mittel auf Antrag zu vergeben, wobei ein vereinfachtes Antragsverfahren angewendet wird. Die für medizinische Hilfe vorgesehenen Mittel stehen allen gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung, die selbst Kontakte und Strukturen in der Ukraine oder in der Flüchtlingshilfe in Deutschland haben. Bei Interesse an einer Antragstellung kontaktieren Sie bitte vorab unsere Ansprechpartnerin Dr. Judith von Heusinger, um weiterführende Informationen zur Antragstellung zu erhalten. Die erforderlichen Vorlagen für eine Bewerbung finden Sie unten auf der Website unter Downloads.

Portrait Dr. Judith von Heusinger
Dr. Judith von Heusinger
medizinische Entwicklungszusammenarbeit

Diese Förderungen zur Ukraine-Nothilfe sind auf den Weg gebracht:

CADUS e.V. – Medizinische Evakuierungen und Trainings in der Ukraine

Die Projektmitarbeitenden evakuieren Patientinnen und Patienten aus gefährdeten Gebieten in sichere Krankenhäuser innerhalb der Ukraine oder in die Nachbarländer. Außerdem werden Volunteers von lokalen NGOs, die in der Nähe von der Front auch mit medizinischen Evakuierungen (MedEvac) tätig sind, in Erste-Hilfe-Maßnahmen trainiert sowie lokale Gesundheitsdienstleister und Sanitäter in zertifizierten Kursen in Notfallmedizin sowie in dem MICU-Bus (mobile Intensive Care Unit) geschult.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V. – Verbesserung der operativen Behandlung

Regionalkrankenhaus Kiew, Institut für Orthopädie und Traumatologie in Kiew, Regionalkrankenhaus Kirowohrad in Kropywnyzkyj, Militärkrankenhaus von Saporischschja und das Regionalkrankenhaus in Mykolajiw

Eine Abfrage von action medeor e. V. bei den in diesem Projekt bedachten Krankenhäusern ergab, dass sich die Anzahl der monatlich zu behandelnden Personen teilweise verdreifacht hat und bis zu 90 Prozent mehr Operationen nötig sind. Im Rahmen des Projekts sollen die fünf Partnerkrankenhäuser medizintechnische Ausstattung für vorhandene sowie den Ausbau weiterer Operationssäle erhalten. Der Bedarf besteht insbesondere an Anästhesiegeräten, Absaugmaschinen, Ultraschallgeräten, elektrische OP-Tischen und OP-Lampen

Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V. – Mobile Röntgengeräte für die Ukraine

Mit Unterstützung der EKFS stellt das Medikamentenhilfswerk action medeor fünf tragbare Röntgengeräte für vier ukrainische Krankenhäuser zur Verfügung. Seit Kriegsausbruch müssen die Kliniken in Kiew, Mykolajiw, Ternopil und Lviv deutlich mehr Patientinnen und Patienten behandeln – Röntgenbilder gehören dabei zu den grundlegenden Diagnosewerkzeugen. In den umkämpften Gebieten rund um Kiew und Mykolajiw werden die Geräte vor allem gebraucht, um Verletzte zu behandeln. In den westukrainischen Städten Ternopil und Lviv werden sie benötigt, weil sich die Patientenzahlen durch die vielen Geflüchteten mehr als verdoppelt haben. Das Notfallkrankenhaus in Ternopil wird bereits seit den ersten Kriegstagen von action medeor mit Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial beliefert.

German Doctors e.V. – Wiederaufbau der Feldsher Hebammenstation

Das Projekt widmet sich dem  Wiederaufbau der Feldsher Hebammenstation in Kolychivka. Durch den russischen Angriffskrieg wurde diese Anlaufstelle für Schwangere und Kleinkinder aus Kolychivka und den angrenzenden Orten vollständig zerstört. German Doctors e. V. und sein Projektpartner New Way werden die Baumaßnahmen von Beginn an begleiten und nach Fertigstellung die Einrichtung an die lokalen Behörden übergeben.

HOPE e.V. – Medizinische Geräte, Ausrüstung und Medikamente für das Krankenhaus Mukachevo Central District Hospital in Transkarpatien

Das Projekt zielt darauf ab, das zentrale Bezirkskrankenhaus von Mukachevo auszustatten, um die Patientenzahl und die Qualität der Behandlung zu erhöhen. Der Krieg und der Zustrom von Flüchtlingen haben die Anforderungen an das Krankenhaus erhöht und die begrenzten Ressourcen müssen noch stärker als sonst beansprucht werden. Es wird medizinische Ausrüstung benötigt, um einen weiteren Operationssaal im Krankenhaus eröffnen zu können. Zudem soll die Medikamentenversorgung verbessert werden.

Jugend Eine Welt – Medizinische Ausstattung für das Kinderkrankenhaus Odessa

Seit Kriegsbeginn werden zahlreiche Kinder aus unterschiedlichsten Regionen des Landes im städtischen Kinderkrankenhaus der ukrainischen Hafenstadt Odessa behandelt. Es herrscht ein Mangel an Medikamenten und medizinischen Produkten. Besonders die Intensivstation ist durch den enormen Andrang im Krankenhaus überlastet. Technische Ausstattungen wie Inkubatoren werden dringend benötigt, sind aber in der Ukraine derzeit nicht bestellbar. Durch die Förderung der EKFS sollen medizinische Geräte angeschafft werden – unter anderem ein 12-Kanal-EKG für Neugeborene und Inkubatoren.

Evakuierung von Verletzten in unserem MICU-Bus (mobile Intensive Care Unit) von Donetsk Oblast zurück nach Dnipro.
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Die Behandlung schwer krebskranker Kinder am Universitätsklinikum Essen ist eine der Maßnahmen, die die Stiftung Universitätsmedizin Essen im Rahmen ihrer medizinischen Nothilfe für die Ukraine unterstützt.
Fünf tragbare Röntgengeräte für vier ukrainische Krankenhäuser
ora Kinderhilfe international e.V. – Mobiles Röntgengerät für das Cherkasy Regional-Kinderkrankenhaus

Das Cherkasy Regional Children’s Hospital ist eine unabhängige, spezialisierte medizinische und präventive Einrichtung, die die medizinische Versorgung für Kinder in der Region sichert. Es ist außerdem ein Stützpunkt für die Spezialisierung und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten und medizinischem Fachpersonal. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der EKFS soll die Anschaffung eines neuen, mobilen Röntgengeräts gesichert werden. Durch die Anschaffung können 50 bis 60 Kinder täglich mehr untersucht und behandelt werden.

Stiftung Universitätsmedizin Essen - Unterstützung für die Behandlung krebskranker Kinder und medizinischer Hilfstransporte

Die Stiftung Universitätsmedizin Essen leistet in zweierlei Weise medizinische Nothilfe für die Ukraine. Seit Ausbruch der Kämpfe finanziert sie Hilfstransporte mit medizinischen Gütern. Dank engem Austausch mit ukrainischen Ärztinnen und Ärzten orientieren sich die Hilfslieferungen am akuten Bedarf. Benötigt werden unter anderem Medikamente, Verbands- und OP-Materialien sowie medizinische Geräte.
Trotz Hilfslieferungen können ukrainische Krankenhäuser durch den Krieg vielerorts die Therapie schwer krebskranker Kinder nicht mehr gewährleisten. Die jungen Patientinnen und Patienten werden daher u.a. nach Deutschland verlegt. Die Universitätsmedizin Essen führt ihre Behandlung mit der hohen fachlichen Expertise der Kinderonkologie und weiterer Fachbereiche fort und kümmert sich um die Unterbringung der Angehörigen.

Stiftung Universitätsmedizin Essen - Aufbau von therapeutischen Angeboten für Geschwisterkinder

An der Universitätsmedizin Essen werden derzeit 32 krebskranke Kinder aus der Ukraine behandelt. Ergänzend zur medizinischen Behandlung werden die kranken Kinder in die therapeutischen Angebote der Klinik wie Kunst- und Bewegungstherapie eingebunden. Die krebskranken Kinder werden von ihren geflüchteten Müttern und Geschwistern begleitet. Für die gesunden Geschwisterkinder existieren bisher keine therapeutischen Maßnahmen, um die Erkrankung ihres Familienmitglieds und die Kriegsgeschehnisse zu verarbeiten. Ein therapeutisch begleitetes Angebot zur Verarbeitung von Ängsten, Sorgen, Traumata oder Hilflosigkeit soll in das Betreuungssystem der Klinik eingebunden werden.

TraumaAid e.V. – TPSS+® Ausbildung für angewandt arbeitende Psychologinnen und Psychologen sowie andere psychosoziale Berufsgruppen in der Ukraine

In der Ukraine gibt zwar spezialisierte Traumatherapeutinnen und -therapeuten, doch sind diese gemessen am Bedarf - der nach Kriegsbeginn sprunghaft angestiegen ist - zu wenige und die Bevölkerung hat nicht genügend Zugang zu diesen wenigen spezialisierten Therapeutinnen und Therapeuten. Das Projekt zielt darauf ab, eine breitere Basis an Trauma-sensibel ausgebildeten Fachleuten zu schaffen. Das Ziel ist, angewandt arbeitende Psychologinnen und Psychologen und weitere psychosoziale Berufsgruppen zu einem Trauma-sensiblen Umgang mit den betroffenen Klientengruppen zu befähigen.

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) – Medizinische Ausstattung für das Kinderkrankenhaus im Gebiet Schytomyr, die Kinderchirurgische Klinik der Medizinischen Universität Winnyzaja und das Perinatalzentrum in Czernowitz

Im Rahmen des Projektes „UKSH hilft Ukraine“ werden zwei ukrainische Kinderkrankenhäuser aus den Gebieten Schytomyr und Winnyzaja sowie ein Perinatalzentrum aus Czernowitz mit medizinischer Ausrüstung unterstützt. Alle drei Regionen verzeichnen einen erhöhten Zustrom von Geflüchteten, insbesondere an Kindern. Im Kinderkrankenhaus im Gebiet Schytomyr besteht der dringende Bedarf für eine umfassende OP-Ausrüstung, u. a. wird eine Beatmungsstation benötigt. Die kinderchirurgische Klinik der Medizinischen Universität Winnyzaja meldete den Bedarf eines chirurgischen Lasers und das Perinatalzentrum benötigt Ultraschall-Diagnosesysteme.

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Hinweise für die Erstellung von Projektskizzen
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