Ukraine-Hilfsfonds

Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert Ukraine-Projekte
Ukraine-Nothilfe

Angesichts des großen Elends und der Probleme der Menschen im Kriegsgebiet der Ukraine hat die EKFS seit Frühjahr 2022 ein Förderbudget für medizinische Ukraine-Nothilfe zur Verfügung gestellt. Seit Beginn des Konflikts wurden knapp 4,5 Millionen Euro ausgezahlt.

Entsprechend dem Stiftungszweck wird das Geld ausschließlich für medizinische Projekte in der Ukraine oder in direkten Nachbarländern eingesetzt. Die Mittel werden auf Antrag vergeben, wobei ein vereinfachtes Antragsverfahren angewendet wird. Die für medizinische Hilfe vorgesehenen Mittel stehen gemeinnützigen Organisationen aus Deutschland zur Verfügung, die selbst Kontakte und Strukturen in der Ukraine oder benachbarten Ländern haben. Es werden weiterhin Projektanträge entgegengenommen. Bei Interesse an einer Antragstellung kontaktieren Sie bitte vorab unseren Ansprechpartner Hubert Eisele, um weiterführende Informationen zur Antragstellung zu erhalten. Die erforderlichen Vorlagen für eine Bewerbung finden Sie unten auf der Website unter Downloads.

 

Avatar male
Hubert Eisele
medizinische Entwicklungszusammenarbeit

Diese Förderungen zur Ukraine-Nothilfe sind auf den Weg gebracht:

Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V. - Unterstützung der Medikamentenversorgung der Zivilbevölkerung in Lviv

Mit den Medikamentenlieferungen wird die Versorgung des Klinikums mit essentiellen Arzneimitteln unterstützt. So können Versorgungslücken z.B. im Bereich Antibiotika und Anästhetika geschlossen werden. Es werden vor allem Kinder bis 18 Jahre mit Komplikationen nach schweren Verwundungen, wie Splitterwunden, Schusswunden oder traumatischen Amputationen behandelt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Arbeitskreis Nord-Ost (AKNO) - MedAid

Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung für Geflüchtete und Stärkung der Rechte Geflüchteter in Bulgarien.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

CADUS e.V. – Medizinische Evakuierungen und Trainingskurse in der Ukraine

Die Projektmitarbeitenden evakuieren Patientinnen und Patienten aus gefährdeten Gebieten in sichere Krankenhäuser innerhalb der Ukraine oder in die Nachbarländer. Außerdem werden Volunteers von lokalen NGOs, die in der Nähe von der Front auch mit medizinischen Evakuierungen (MedEvac) tätig sind, in Erste-Hilfe-Maßnahmen trainiert sowie lokale Gesundheitsdienstleister und Sanitäter in zertifizierten Kursen in Notfallmedizin sowie in dem MICU-Bus (mobile Intensive Care Unit) geschult.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

CARE Deutschland e.V. - Lebensrettende Gesundheitsversorgung in der Ostukraine

Das Projektziel ist die Sicherstellung der medizinischen Versorgung für die Bevölkerung in unmittelbarer Frontnähe im Oblast Donezk.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V. – Verbesserung der operativen Behandlung

Regionalkrankenhaus Kiew, Institut für Orthopädie und Traumatologie in Kiew, Regionalkrankenhaus Kirowohrad in Kropywnyzkyj, Militärkrankenhaus von Saporischschja und das Regionalkrankenhaus in Mykolajiw

Eine Abfrage von action medeor e. V. bei den in diesem Projekt bedachten Krankenhäusern ergab, dass sich die Anzahl der monatlich zu behandelnden Personen teilweise verdreifacht hat und bis zu 90 Prozent mehr Operationen nötig sind. Im Rahmen des Projekts sollen die fünf Partnerkrankenhäuser medizintechnische Ausstattung für vorhandene sowie den Ausbau weiterer Operationssäle erhalten. Der Bedarf besteht insbesondere an Anästhesiegeräten, Absaugmaschinen, Ultraschallgeräten, elektrische OP-Tischen und OP-Lampen

Weitere Informationen hier.

Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V. – Mobile Röntgengeräte für die Ukraine

Mit Unterstützung der EKFS stellt das Medikamentenhilfswerk action medeor fünf tragbare Röntgengeräte für vier ukrainische Krankenhäuser zur Verfügung. Seit Kriegsausbruch müssen die Kliniken in Kiew, Mykolajiw, Ternopil und Lviv deutlich mehr Patientinnen und Patienten behandeln – Röntgenbilder gehören dabei zu den grundlegenden Diagnosewerkzeugen. In den umkämpften Gebieten rund um Kiew und Mykolajiw werden die Geräte vor allem gebraucht, um Verletzte zu behandeln. In den westukrainischen Städten Ternopil und Lviv werden sie benötigt, weil sich die Patientenzahlen durch die vielen Geflüchteten mehr als verdoppelt haben. Das Notfallkrankenhaus in Ternopil wird bereits seit den ersten Kriegstagen von action medeor mit Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial beliefert.

Weitere Informationen hier.

German Doctors e.V. – Wiederaufbau der Feldsher Hebammenstation

Das Projekt widmet sich dem  Wiederaufbau der Feldsher Hebammenstation in Kolychivka. Durch den russischen Angriffskrieg wurde diese Anlaufstelle für Schwangere und Kleinkinder aus Kolychivka und den angrenzenden Orten vollständig zerstört. German Doctors e. V. und sein Projektpartner New Way werden die Baumaßnahmen von Beginn an begleiten und nach Fertigstellung die Einrichtung an die lokalen Behörden übergeben.

Weitere Informationen hier.

HOPE e.V. – Medizinische Geräte, Ausrüstung und Medikamente für das Krankenhaus Mukachevo Central District Hospital in Transkarpatien

Das Projekt zielt darauf ab, das zentrale Bezirkskrankenhaus von Mukachevo auszustatten, um die Patientenzahl und die Qualität der Behandlung zu erhöhen. Der Krieg und der Zustrom von Flüchtlingen haben die Anforderungen an das Krankenhaus erhöht und die begrenzten Ressourcen müssen noch stärker als sonst beansprucht werden. Es wird medizinische Ausrüstung benötigt, um einen weiteren Operationssaal im Krankenhaus eröffnen zu können. Zudem soll die Medikamentenversorgung verbessert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jugend Eine Welt – Medizinische Ausstattung für das Kinderkrankenhaus Odessa

Seit Kriegsbeginn werden zahlreiche Kinder aus unterschiedlichsten Regionen des Landes im städtischen Kinderkrankenhaus der ukrainischen Hafenstadt Odessa behandelt. Es herrscht ein Mangel an Medikamenten und medizinischen Produkten. Besonders die Intensivstation ist durch den enormen Andrang im Krankenhaus überlastet. Technische Ausstattungen wie Inkubatoren werden dringend benötigt, sind aber in der Ukraine derzeit nicht bestellbar. Durch die Förderung der EKFS sollen medizinische Geräte angeschafft werden – unter anderem ein 12-Kanal-EKG für Neugeborene und Inkubatoren.

Weitere Informationen hier.

Moldova-Institut Leipzig e. V - Fortbildung ukrainischer Ärzte. Versorgung und Therapie von Kriegsverletzten

Ziel des Projektes ist, Wissens- und Kompetenztransfer in der Behandlung von Schwerstbrandverletzten durch interprofessionelle Teams (Chirurgie, Anästhesie, Intensivpflege, Physiotherapie, Reha, etc.) zu leiten, ukrainischen Mediziner mit modernen Therapien vertraut zu machen und Ärzten die Möglichkeit zur Hospitation in Deutschland zu geben, um damit den Erfahrungsaustausch und eine vertiefte Schulung zu ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Evakuierung von Verletzten in unserem MICU-Bus (mobile Intensive Care Unit) von Donetsk Oblast zurück nach Dnipro.
Image
Die Behandlung schwer krebskranker Kinder am Universitätsklinikum Essen ist eine der Maßnahmen, die die Stiftung Universitätsmedizin Essen im Rahmen ihrer medizinischen Nothilfe für die Ukraine unterstützt.
Fünf tragbare Röntgengeräte für vier ukrainische Krankenhäuser
ora Kinderhilfe international e.V. – Mobiles Röntgengerät für das Amosov National Institute of Cardio-Vascular Surgery in Kiew

Das Amosov National Institute of Cardio-Vascular Surgery in Kiew ist eine der wichtigsten Gesundheitseinrichtungen der Ukraine. Patientinnen und Patienten aus dem ganzen Land werden hierhin gebracht und von Spezialistinnen und Spezialisten versorgt. Ziel ist es, die Kapazitäten der Röntgendiagnostik auszubauen. Durch ein weiteres mobiles Röntgengerät können 50-60 Kinder mehr täglich untersucht und behandelt werden.

Weitere Informatiomen finden Sie hier.

Stiftung Universitätsmedizin Essen - Unterstützung für die Behandlung krebskranker Kinder und medizinischer Hilfstransporte

Die Stiftung Universitätsmedizin Essen leistet in zweierlei Weise medizinische Nothilfe für die Ukraine. Seit Ausbruch der Kämpfe finanziert sie Hilfstransporte mit medizinischen Gütern. Dank engem Austausch mit ukrainischen Ärztinnen und Ärzten orientieren sich die Hilfslieferungen am akuten Bedarf. Benötigt werden unter anderem Medikamente, Verbands- und OP-Materialien sowie medizinische Geräte.
Trotz Hilfslieferungen können ukrainische Krankenhäuser durch den Krieg vielerorts die Therapie schwer krebskranker Kinder nicht mehr gewährleisten. Die jungen Patientinnen und Patienten werden daher u.a. nach Deutschland verlegt. Die Universitätsmedizin Essen führt ihre Behandlung mit der hohen fachlichen Expertise der Kinderonkologie und weiterer Fachbereiche fort und kümmert sich um die Unterbringung der Angehörigen.

Stiftung Universitätsmedizin Essen - Aufbau von therapeutischen Angeboten für Geschwisterkinder

An der Universitätsmedizin Essen werden derzeit 32 krebskranke Kinder aus der Ukraine behandelt. Ergänzend zur medizinischen Behandlung werden die kranken Kinder in die therapeutischen Angebote der Klinik wie Kunst- und Bewegungstherapie eingebunden. Die krebskranken Kinder werden von ihren geflüchteten Müttern und Geschwistern begleitet. Für die gesunden Geschwisterkinder existieren bisher keine therapeutischen Maßnahmen, um die Erkrankung ihres Familienmitglieds und die Kriegsgeschehnisse zu verarbeiten. Ein therapeutisch begleitetes Angebot zur Verarbeitung von Ängsten, Sorgen, Traumata oder Hilflosigkeit soll in das Betreuungssystem der Klinik eingebunden werden.

TraumaAid e.V. – TPSS+® Ausbildung für angewandt arbeitende Psychologinnen und Psychologen sowie andere psychosoziale Berufsgruppen in der Ukraine

In der Ukraine gibt zwar spezialisierte Traumatherapeutinnen und -therapeuten, doch sind diese gemessen am Bedarf - der nach Kriegsbeginn sprunghaft angestiegen ist - zu wenige und die Bevölkerung hat nicht genügend Zugang zu diesen wenigen spezialisierten Therapeutinnen und Therapeuten. Das Projekt zielt darauf ab, eine breitere Basis an Trauma-sensibel ausgebildeten Fachleuten zu schaffen. Das Ziel ist, angewandt arbeitende Psychologinnen und Psychologen und weitere psychosoziale Berufsgruppen zu einem Trauma-sensiblen Umgang mit den betroffenen Klientengruppen zu befähigen.

Universitätsklinikum des Saarlandes & Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Oldenburg - Playful Arousal-, StressResilience-, Support-Training (PASST)

Verbesserung der Emotionsregulation bei Kindern mit Migrationshintergrund aus der Ukraine durch die Teilnahme am PASST Gruppentraining.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) – Medizinische Ausstattung für das Kinderkrankenhaus im Gebiet Schytomyr, die Kinderchirurgische Klinik der Medizinischen Universität Winnyzaja und das Perinatalzentrum in Czernowitz

Im Rahmen des Projektes „UKSH hilft Ukraine“ werden zwei ukrainische Kinderkrankenhäuser aus den Gebieten Schytomyr und Winnyzaja sowie ein Perinatalzentrum aus Czernowitz mit medizinischer Ausrüstung unterstützt. Alle drei Regionen verzeichnen einen erhöhten Zustrom von Geflüchteten, insbesondere an Kindern. Im Kinderkrankenhaus im Gebiet Schytomyr besteht der dringende Bedarf für eine umfassende OP-Ausrüstung, u. a. wird eine Beatmungsstation benötigt. Die kinderchirurgische Klinik der Medizinischen Universität Winnyzaja meldete den Bedarf eines chirurgischen Lasers und das Perinatalzentrum benötigt Ultraschall-Diagnosesysteme.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Women for Women International DE gGmbH - Ganzheitliche Unterstützung für Frauen, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind

Ziel des Projekts ist es, eine zentrale Anlaufstelle für Überlebende von sexueller Gewalt zu schaffen. Dies soll ihnen ermöglichen, traumatische Erfahrungen mit konfliktbedingter sexueller Gewalt (Conflict-Related Sexual Violence; CRSV) sowie sexueller Ausbeutung und Missbrauch (Sexual Exploitation and Abuse; SEA) zu verarbeiten. In einem sicheren Raum erhalten sie Zugang zu umfassenden Unterstützungsangeboten, einschließlich medizinischer Versorgung, psychosozialer Unterstützung und Begleitung bei strafrechtlichen Ermittlungen und Prozessen wegen Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit CRSV und SEA.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Downloads

Hinweise für die Erstellung von Projektskizzen
Vorlage zur Erstellung des Budgets
des/der Antragsteller zur Speicherung von Daten
Anforderungen an den Mittelverwendungsnachweis
Hinweise für die Erstellung eines Abschlussberichts