Nachgefragt: $ Was macht eigentlich Prof. Dr. Dr. Felix Sahm?

In der Reihe „Nachgefragt“ stellen wir heute Prof. Dr. Dr. Felix Sahm vor.
Prof. Dr. Dr. Felix Sahm

Prof. Dr. Dr. Felix Sahm ist Ärztlicher Direktor der Neuropathologie des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) sowie Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum. Felix Sahm ist auf Meningiome, also Tumoren der Hirnhaut, spezialisiert. Für die Entwicklung neuer Klassifizierungssysteme dieser Tumoren mithilfe molekularer Analysemethoden und maschinellen Lernens wurde er mit dem Deutschen Krebspreis 2026 ausgezeichnet. Die EKFS begleitete seinen wissenschaftlichen Werdegang mit Förderungen unter anderem im Rahmen eines Schlüsselprojekts und des Else Kröner Exzellenzstipendiums.

Felix Sahm studierte Medizin in Heidelberg, Boston und London und absolvierte eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung in Madrid. Seit Beginn seiner Facharztausbildung in der Neuropathologie in Heidelberg im Jahr 2010 erforscht er die molekularen Eigenschaften von Hirntumoren. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Werner-Rosenthal-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie (DGNN), dem European Association of Neuro-Oncology Researcher of the Year Award 2025 und mit dem Deutschen Krebspreis 2026. Nach mehreren auswärtigen Rufen wurde er 2026 zum Ärztlichen Direktor der Neuropathologie Heidelberg ernannt. 

Die EKFS unterstützte Felix Sahm an wichtigen Stationen seiner wissenschaftlichen Laufbahn. Zu Beginn seiner Karriere konnte er im Rahmen der EKFS-Schlüsselprojektförderung sein Team vergrößern und gemeinsam eine molekulare Klassifikation für Meningiome ausarbeiten. „Das war eine der ersten Arbeiten, die eine Prognose-Stratifikation auf Basis der Epigenetik etablierte und es ist eine sehr hochrangige Publikation daraus hervorgegangen“, berichtet Felix Sahm.  

Später ermöglichte ihm das Else Kröner Exzellenzstipendium, sich auch als Oberarzt intensiv seiner Forschung zu widmen und die molekulare Klassifikation von Meningiomen weiterzuentwickeln. Diese Arbeiten bildeten eine wesentliche Grundlage für die Verleihung des Deutschen Krebspreises 2026. 

In seiner Freizeit ist er gerne mit seinen drei Kindern in der Natur in und um Heidelberg unterwegs. Die ganze Familie teilt zudem eine Begeisterung für Technik und besucht regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen zu diesem Thema.