Liebe Frau von Heusinger, bei der EKFS sind Sie für die medizinische Entwicklungszusammenarbeit zuständig. Warum haben Sie sich entschieden, in diesem Bereich zu arbeiten?
Das hat sich mit der Zeit entwickelt. Ursprünglich komme ich aus der Konfliktforschung und bin für den Bereich Internationale Zusammenarbeit ausgebildet. Ich bin zum Beispiel auch zertifizierte Konflikt-Mediatorin. Bei der EKFS bin ich anschließend an meine sozialwissenschaftliche Doktorarbeit zu Konflikten bei der Umsetzung von entwicklungspolitischen Gesundheitsprogrammen in Kambodscha und Kirgistan gelandet. Vor allem durch die Arbeit bei der Stiftung habe ich den vielfältigen und spannenden Arbeitsbereich Global Health entdeckt.
Welches EKFS-Förderprojekt haben Sie zuletzt vor Ort besucht?
Durch die Corona-Pandemie wurden die internationalen Reiseaktivitäten bei der EKFS temporär stark eingeschränkt. Während ich früher teilweise fast jeden Monat weltweit gereist bin, war ich in den letzten zwei Jahren fast gar nicht unterwegs. Im November 2022 konnte ich allerdings zur offiziellen Eröffnung des Else Kröner Zentrums Mwanza-Würzburg nach Tansania reisen. Dieser Besuch war wichtig, um neue Projektmitarbeitende kennenzulernen und langjährige Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner nach zwei Jahren der Pandemie endlich wiederzusehen. Grundsätzlich sind diese Vor-Ort-Besuche in der Entwicklungszusammenarbeit sehr wichtig, um ein umfassendes Verständnis der Projekt-Aktivitäten mit all ihren Stärken und Schwächen zu bekommen. Nur so kann die EKFS die Partner angemessen unterstützen, ein Vorhaben wie das Else Kröner Zentrum effektiv und nachhaltig zu lenken. Die Lektüre der Antragsunterlagen und Berichte am Schreibtisch in Bad Homburg reicht dafür nicht aus.
Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Momentan lese ich vor allem sehr viele Kinderbücher mit meiner zweijährigen Tochter, die den Mittelpunkt all meiner Freizeitaktivitäten bildet. Zeit für Lektüre habe ich jenseits dessen vor allem in der S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit und dann lese ich gerne den Guardian Weekly, um über aktuelle Entwicklungen vor allem in unseren Partnerländern auf dem Laufenden zu bleiben.
Vielen Dank!