Liebe Frau Dr. Voß, wie schön, dass Sie den Weg zur EKFS gefunden haben. Was waren die wichtigsten Stationen in Ihrem vorherigen Berufsleben?
Mein Biologiestudium, meine Promotions- und Postdoktorandenzeit an der der Goethe-Universität Frankfurt waren geprägt von langen Tagen und Nächten im Labor, die ich als einstige Grundlagenforscherin nicht missen möchte. Dort habe ich an Zellen und neuronalen Verschaltungen im Fledermausgehirn geforscht, und die Faszination zu Hirnstrukturen und -funktionen lässt mich bis heute nicht los. Meine Begeisterung für die Neurobiologie, Fledermäuse und für ganzheitliche naturwissenschaftliche Themen konnte ich an der Universität als Postdoktorandin auch an die Studierenden mit großer Freude weitergeben. Besonders spannend waren zu dieser Zeit Exkursionen nach Kuba, bei denen ich Fledermaushöhlen und deren Bewohner erforschen konnte. Mit dem Ziel, mich beruflich weiterzuentwickeln, hatte ich die Möglichkeit, bei der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung als Projektleiterin das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung in Tübingen zu betreuen. Hier hatte ich die Gelegenheit, Gehirnforschung unmittelbar fördern und begleiten zu können, und ich lernte die Stiftungsarbeit kennen und schätzen. Ich empfinde es als großes Glück, dass ich nun meine gesammelten Erfahrungen bei der EKFS einbringen kann.
Was war das interessantes Erlebnis für Sie in den ersten Monaten in der EKFS?
Bereits im September – meinem ersten aktiven Monat – hatte ich die Möglichkeit das von der EKFS mir anvertraute Projekt Else Kröner Fresenius Zentrum für Digitale Gesundheit (EKFZ) in Dresden zu besuchen und an den EKFZ-InnoDays teilzunehmen. Die InnoDays finden jährlich statt und werden genutzt, um aktuelle Projekte am EKFZ in Form von Postern, aber auch von Live-Demonstrationen zu präsentieren und als Kontaktbörse der High-Tech-Szene zu dienen. Bei den Demonstrationen hat mich vor allem das Projekt CoBOT fasziniert, bei dem der Hauptakteur, ein Roboter, zukünftig Ärztinnen und Ärzte während einer Operation aktiv unterstützen soll. Diese Erfahrung zeigte mir, welche Möglichkeiten elektronische Unterstützung und künstliche Intelligenz für die praktische Medizin bereits heute bieten können, aber auch welche Schritte noch fehlen, um Digitalisierungsprozesse weiter voranzutreiben, um die Patientenversorgung zu optimieren.
Worauf freuen Sie sich, wenn Sie morgens zur Arbeit gehen?
Ich empfinde die Atmosphäre und Arbeit bei der EKFS als sehr inspirierend und erfüllend. Daher starte ich stets gut gelaunt und motiviert in den Tag. Angekommen bei der EKFS freue ich mich über den inhaltlichen Austausch mit und Denkanstöße von Kolleginnen und Kollegen, morgens gern in Kombination mit einer Tasse Tee. Darüber hinaus bereitet mit der rege Kontakt mit unseren bestehenden und potenziellen Antragsstellenden eine große Freude. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler strahlen oft eine starke Begeisterung aus, brennen für Ihre Idee, und das fasziniert, motiviert und erfreut mich.
Vielen Dank!