3 Fragen an… Prof. Dr. Martin Zörnig

Heute möchten wir Ihnen unseren Mitarbeiter Prof. Dr. Martin Zörnig vorstellen. Prof. Dr. Zörnig ist bei der EKFS im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich für die Translatorik-Förderlinie zuständig.
Image: Prof. Dr. Martin Zörnig

Lieber Herr Prof. Dr. Zörnig, beschreiben Sie doch kurz die von Ihnen betreute Förderlinie Translatorik. Was wünschen Sie sich für den Bereich in den nächsten 5 Jahren? 

Die Möglichkeit, die Förderlinie Translatorik mitgestalten zu können, war der ausschlaggebende Grund für mich, zur Else Kröner-Fresenius-Stiftung zu kommen. Ich bin nach wie vor begeistert von diesem Förderinstrument, mit dessen Hilfe wir gezielt bestimmte biomedizinische Projekte mit klar definiertem Anwendungspotenzial dabei unterstützen, ihre Ergebnisse möglichst schnell zur Anwendung am Patienten zu bringen.
Für die nächsten Jahre wünsche ich mir eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Förderlinie, unter anderem auch mit einer auf unseren bisherigen Erfahrungen basierenden inhaltlichen Fokussierung auf Bereiche, in denen die Stiftung eine Vorreiterrolle spielen kann.

Wieso haben Sie sich im Laufe Ihres Forscherlebens für das Fachgebiet Tumorforschung entschieden?

Die Tumorbiologie hat mich schon immer fasziniert. Dem Thema Krebs kann man sich von ganz vielen verschiedenen Seiten nähern, und die Dynamik in der Tumorforschung und Therapie ist unglaublich. Jeden Tag prasseln neue Erkenntnisse auf das Feld ein. Und dieser gewaltige Input ist nicht zuletzt der riesigen medizinischen Bedeutung der Krebserkrankungen geschuldet. Mittlerweile hat die Alterskrankheit Krebs die Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den westlichen Ländern von Platz eins der häufigsten Todesursachen verdrängt. Mitzuhelfen, dieses gesellschaftlich hochrelevante Problem zu lösen, finde ich spannend und herausfordernd.

Neben Ihrer Tätigkeit bei der EKFS führen Sie auch Lehrveranstaltungen an der Universität durch. Was zeichnet gute Lehre für Sie heutzutage aus?  

Für mich wird in den Zeiten der Corona-Pandemie besonders deutlich, was für eine gute Lehre wichtig ist: Der persönliche Kontakt mit den Studenten, die Möglichkeit über den „Schulstoff“ hinaus, den die Lernenden ja oft viel besser über professionelle Youtube-Beiträge vermittelt bekommen könnten, durch das Mitteilen von selbst erlebten Erfahrungen und Anekdoten, die Studenten zu „packen“ und für die eigene Arbeit zu begeistern – das sind in meinen Augen die Zutaten zum Rezept für gute, nachhaltige Lehre.

Vielen Dank!