Stärkung Gesundheitssystem & Ausbildung
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Bangladesch
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Resilienz stärken für ein Leben in Würde und Gesundheit in Bangladesch

Organisation: Lepra-Mission Schweiz
Partnerorganisation vor Ort: The Leprosy Mission International Bangladesh
«Resilienz stärken für ein Leben in Würde und Gesundheit in Bangladesch»

Situation vor Ort:

Nach dem Human Development Index der Vereinten Nationen liegt Bangladesch auf Platz 130 von 193 Ländern und damit im unteren Drittel. Mit über 165 Millionen Einwohnern ist es eines der am dichtesten besiedelten Ländern der Welt, wobei 65 % der Bevölkerung in ländlichen Gebieten leben. 

Lepra ist eine Krankheit, die vor allem in den ärmsten Regionen der Welt auftritt und eng mit Armut verbunden ist. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt sie zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten. Jährlich erkranken weltweit rund 200.000 Menschen neu an Lepra, allein in Bangladesch werden jährlich über 3.000 neue Fälle registriert.

Armut bedeutet häufig auch schlechte Gesundheit. Je ärmer Menschen sind, desto höher ist ihr Risiko, an Krankheiten wie Lepra zu erkranken. Mangelnde Gesundheitsversorgung, schlechte Lebensbedingungen und fehlende Aufklärung über Lepra führen führen zu einem hohen Maß an Behinderung, Stigmatisierung und sozialer Ausgrenzung von Betroffenen.


Ziele:

Lepra und andere Krankheiten sowie Sterblichkeit der am stärksten gefährdeten Menschen werden durch eine verbesserte Gesundheitsversorgung und Hygiene reduziert. Die Bevölkerung und insbesondere die betroffenen Menschen werden über Lepra aufgeklärt.

Indikatoren:

Schulungen, Contact Tracing und medizinische Behandlungen

Mitarbeiter, lokale Fachkräfte und Projektteilnehmer werden mit technischen und sozialen Kompetenzen ausgestattet.

Die Projektteilnehmer haben einen besseren Zugang zu hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen und -infrastruktur.

Maßnahmen:
  • Contact Tracing, Gesundheitspersonal schulen, Sensibilisierung, med. Behandlungen, Hilfsmittel.
  • 3 Jahre: 1.200 Personen geschult, 2.400 Hilfsmittel, 4.200 Behandlungen
Nachhaltigkeit:

Die Nachhaltigkeit der Lepradienste ist möglich, wenn die Regierung die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt. Unser regelmässiger Austausch mit dem lokalen Gesundheitspersonal und die Begleitung ‘on the job’ sind wirksam. Damit stärken wir die Kapazitäten in der Basisgesundheitsversorgung. Positiv eingestellte Gesundheitsverantwortliche werden Lepra auf ihrer Agenda behalten und Initiativen unterstützen, die Kapazitäten und Fachwissen zu Lepra aufbauen und erhalten. Langfristig wird so die Früherkennung und Behandlung von Lepra in das nationale Gesundheitssystem integriert.

Besonderheiten:

Ganzheitlicher Ansatz zur Eliminierung von Lepra

Die Lepra-Mission Schweiz verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Bekämpfung von Lepra, bei dem nicht nur die medizinische Behandlung, sondern auch soziale und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Sie setzt auf eine umfassende ZeroLepra-Strategie mit dem Ziel, nicht nur die Ansteckung zu stoppen, sondern auch Behinderungen zu reduzieren und Diskriminierung von Betroffenen zu überwinden. Dieser Ansatz kombiniert Früherkennung, medizinische Versorgung, Rehabilitation, Aufklärung und gesellschaftliche Wiedereingliederung, um Menschen ganzheitlich zu helfen und Lepra aus der Welt zu schaffen.